Letzter Eintrag…

Ohne Worte.

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Weint der Himmel über unseren letzten Tag!

Skandal, ich dachte wir kommen regenfrei durch den Urlaub und dann eine solche Enttäuschung…

Regen ist vielleicht übertrieben, aber zumindest ein paar Tropfen sind gefallen.
Zu gestern noch, habe ich doch glatt vergessen, dass wir beim Venice Beach waren! Wg schlechtem Wetter war es allerdings nicht so beeindruckend wie es sonst hätte sein können, Patti war allerdings nachhaltig von Dr. Marihuane beeindruckt. Laut seinen Anpreiser hatte er nämlich gerade Sprechstunde und man konnte Gras auf Rezept kaufen… Hätten wir den Doc mal vor Las Vegas getroffen 🙂

Heute dann mit dem Auto durch Beverly Hills, Patti traf aber leider weder Dylan noch Brandon.
Dann Hollywood mit Sternchen schauen auf dem Boulevard und Besuch des Kodak Theatre, danach nach Downtown wo das parken mit 3,50$ pro 15min ein echtes Schnäppchen ist.

Eben dann den Wagen wieder abgegeben und jetzt nochmal – wie auch gestern – in den Fitnessraum um wenigstens ein bißchen Sport zu treiben.Dann ist es wohl langsam so weit dass es ans packen geht 😦
Heute mal einen besonderen Gruß an Pattis Mutter die alles ganz eifrig verfolgt.

Los Angeles

Schnelles Frühstück und wieder rein ins Auto.
Unsere Unterkunft war ja direkt am Joshua Tree Park so dass wir nach 20min schon im Park selber waren.
Mir war die ganze Geschichte ehrlicherweise gesagt vorher nur durch das U2 Album bekannt, aber die komischen Dinger waren sowohl in Größe als auch Anzahl beeindruckend.

Die Landschaft veränderte sich alle paar Meilen und die Eisamkeit dort steht im krassen Kontrast zu was wir noch später am Tag erleben sollten.
Denn nach dem Park ging es auf die Interstate Richtung LA.

Was sich dort auf dem Highway abspielt ist vorsichtig ausgedrückt gewöhnungsbedürftig. 5 Spuren und alle fahren wie sie wollen, in alle Richtungen und mit jedem Tempo. Die einzige Strategie die einen weiterbringt ist langfristiges planen von Spurwechseln und mitschwimmen im Strom. Die beim Mittagessen sich ankündigende Migräne von Patti verzog sich Gott sei Dank wieder so dass sie die ganzen 3 Wochen Migränefrei blieb!

Irgendwie haben wir es überlebt und sind dann im Hotel angekommen. Das Hotel war flughafennah geplant, so dass wir am Abflugtag weniger Stress haben.
Die Gegend ist so mittelprächtig, zum Abendessen haben wir uns ehrlich gesagt nur zum Fast Food gegenüber getraut, dass das Essen dort durch eine Schleuse hinter Glas rausgereicht wird trägt nicht zur Vertrauensbildung bei.

Ein Drama jagt das Nächste…

Gestern Abend in ein Diner marschiert und Drama Nummer 1 folgte.
Das Essen war super, es gab zum wiederholten Male Burger. Aber unmittelbar nach dem Essen wurde mir einfach nur schlecht… Das war genau der eine Burger zu viel! Proteinschock? Definitiv eine Überdosis! Konnte mich noch gerade zum Hotel schleppen wo ich direkt in ein Wachkoma fiel. 20.30 und mit mir war nichts mehr anzufangen. Zum Glück hatte die Süße noch ihr spannendes Buch so dass ich mal laut mal leise wimmernd vor mich hinleiden konnte.

Morgens ging es dann schon wieder etwas besser, Unmengen Wasser über Nacht hatten wohl alles wieder ein wenig zurecht gerückt.
Beim Frühstück bestellte sich die Süße schon wieder einen warmen Bananentoast der kurz ein Übelgefühl bei mir hervorrief, ging aber alles noch gut und ich konnte es wagen ein paar Happen Rührei zu verspeisen.
Heute Überführungsetappe zum Joshua Tree Park. Also dachten wir unspektakulär.
Denkt man… Drama 2 kündigte sich mit einer Warnleuchte im Autocockpit an. Einer der Reifen hatte anscheinend zu wenig Druck. Also Tempo rausnehmen und an der nächsten Tankstelle kontrollieren. Leider kamen wir nicht mit dem komischen Luftdruckding zurecht so dass wir zur nächsten Tankstelle wollten. Dabei fuhr die Chefin leider einen etwas hohen Bordstein hinab so dass der Wagen mit beträchtlichem Krach aufsetzte und wir schon Schlimmstes befürchteten.
Die andere Tanke war direkt gegenüber, dort konnte man uns nicht helfen, aber zumindest war beim Wagen kein Schaden zu entdecken. Man schickte uns zurück und wir sollten nach Robert fragen, der würde uns helfen. Die Autos die bei Robert parkte zeugten davon, dass er schon länger im Job war.

Also wieder zur ersten Tanke zurück, Robert gefunden, der wirklich wie in schlechten US Filmen vorne seinen Namen auf dem Hemd gestickt hatte, er testete unseren Druck und pumpte tatsächlich in einen Reifen etwas Luft und wir konnten wieder ohne Reifendruckalarmanterror weiterfahren. Robert wollte kein Geld und war ansonsten auch eher an seiner Ruhe als an überschwänglichen Dank interessiert, so dass uns nur blieb zwei Kaltgetränke von Starbucks zu kaufen nach denen wir mittlerweile süchtig sind.
Die weitere Überfahrt verlief dann fast problemlos, wir bewegten uns teilweise auf der historischen Route 66 und mussten einmal feststellen, dass wir eine Ausfahrt verpasst hatten. Wenn man dass in Deutschland merkt ist es meist ja nicht so schlimm. Blöd hier war, dass zwischen den beiden Abfahrten 28Meilen Strecke lag, so dass wir die Route kurzfristig etwas änderten.
Irgendwann aber checkten wir hier im vorgebuchten Motel ein und machten uns am Pool bequem. Dort brauchte Patti etwa 10min um sich im eiskalten Wasser zu akklimatisieren. Für mich eh zu kalt war es dann schon ein kleines Drama als wir später bemerkten, dass es sich bei dem kleinen Becken nicht um ein Kinderplanschbecken handelte, sondern um einen wohltemperierten Whirlpool.
Als letztes Drame des Tages standen wir dann vor unserer Zimmertür zur Terasse hin und bekamen diese nicht mehr auf. Ich also einmal um den Gebäudekomplex rum und zur Vordertür rein, dort wollte dann aber die Keycard nicht funktionieren, da die Süße den Riegel vorgeschoben hatte!
Also zur Rezeption wo die gelangweilte Aushilfe einen Manager rufen wollte der sich darum kümmern solle, der auch 2min später da war und Patti erklärte, dass der Türgriff nach oben zu bedienen sei! Saublöd sowas…
Das reichte dann aber auch an Dramen für einen Tag, Abendessen mal wieder in einem Diner, für mich aber kein Burger. Die beiden Jungs da waren aber recht unterhaltend erinnerten sie doch Patti und mich unabhändig voneinander an Jay und Silent Bob.

Grand Canyon!

Also Adios Flagstaff und ab zum Grand Canyon!

Nach einem kurzen Frühstück, heute sogar mal mit Nutellatoast, ins Auto und los zum Grand Canyon.
Dort angekommen gibt es eigentlich nicht viel zu berichten, man schaut sich die Schluchten an, die wg ihrer unfassbaren Größen und Tiefe sehr beeindruckend sind und einen selbst sehr klein vorkommen lassen.
Mit Shuttlebussen fährt man dann zu den div. Aussichtspunkten und die Busfahrt als solche war ein sehr belustigendes Erlebnis.
Am ersten Stopp hatte der Fahrer seine Pause, so dass alle die dort bereits warteten den Bus stürmten. Wir gehörten zu den Letzten, wurden dann auch prompt aus dem Bus wieder rausgeworfen, denn es wird nur transportiert wer einen Sitzplatz hat!
Im nächsten Bus wo wir dann einen Platz ergatterten waren gefühlte 50% Deutsche! Als Erste bekamen die beiden Jungs hinter uns einen Einlauf, Essen im Bus sei verboten! Die beiden die eigentlich auch beim CSD in Köln hätten unterwegs sein können regten sich ein wenig auf, hielten dann aber doch still.
Der Busfahrer, ein Blondling mit ZZ-Top Bart in ebenfalls blond stand rauchend vor dem Bus und verschäuchte jeden der schon in den Bus eingestiegen war und keinen Sitzplatz mehr bekam.
Als ein junges Paar den Bus betrat schlug die Stunde der Sachsen, die sich links von uns in mehreren Reihen breit gemacht hatten. Sie waren eindeutig an Dialekt und herumgedrehter Baseballkappe als Gruppe zu erkennen und die neu eingestiegenen schienen vom gleichen Stamme zu sein.
Zuerst befürchtete ich „wir sind das Volk“ Sprechchöre, aber das findige Volk aus dem Osten quetschte sich zu dritt auf 2 Sitze und verbarg sich hinter einem antiimperialistischen Zeitungsschutzwall.
Ich hatte mich eigentlich schon ein wenig darauf gefreut was wohl passiert wenn der Ranger das sieht und dann es zum alten Ost West Konflikt kommt, aber es ging los und nach 30min saßen wir wieder im Auto nach Williams.

Das Nest hier ist eigentlich recht nett, winzig klein an der Route 66 gelegen und augenscheinlich vom Tourismus lebend.

In unserem Hotel hat jedes Zimmer ein eigenes Thema… Niederlande verbot sich von selbst, Sportzimmer war an der Hauptstraße. Mein Wunsch nach 50er Jahre Pin Up wurde ignoriert bzw. kam ich gar nicht dazu ihn zu äußern, also liege ich jetzt in einem über und über mit Giraffen dekorierten Zimmer.
Dies steht aber in keinem ursächlichen Zusammenhang damit, dass ich bereits den Riegel vom Badezimmer und den Ziehschalter vom Ventilator abgerissen habe… Aber schon alles wieder selbst repariert 🙂

Flagstaff

Eigenartiges Nest… Zu Fuß ins historical Downtown verlaufen wir uns ein wenig, finden doch den richtigen Weg und stehen auf einmal vor einer bayrischen Blaskapelle in Tracht die am Matterhorn Grill den Beginn des Oktoberfest feiern ?!

Weiter Richtung Zentrumbegegenen einem auf dem zentralen Platz mehr junge Menschen als ich sonstwo in die USA bisher gesehen habe, wir ziehen weiter und finden dann erneut in einem Hinterhof ein kleines mexikanische Restaurant dessen Margarita und Essen leider nicht so gut sind wie am Abend zuvor.Erstmalig gelingt es mir noch mit 8:7 beim Bacckgammon in Führung zu gehen 🙂
Morgen Grand Canyon und danach eine Übernachtung in einem obskuren Hotel was wohl fast Museumcharakter hat… Die Süße deutete an „das wird ein Knaller oder ein Flop“
Da ich bezweifel das es wlan gibt kann es also bis zum nächsten Eintrag dauern.