Eine kleine Träne zum Abschied…

Ja das war es dann mit den Hippies… echt schön war es da und man kann sich ja wirklich vorstellen, da noch einmal hin zu fahren. Dann vielleicht mal mit mehreren Leuten auch.

Die Überfahrt nach Malaga war von wilden Hustenattacken – Chefin eindeutig weit vorne, die kann husten wie ein Teerflicker mit Hang zum Kette rauche – die die Fahrt immer wieder unterbrachen und Photostops um die schöne Landschaft festzuhalten.

Wieder in Malaga angekommen sind wir jetzt hier in einem Hotel nähe Flughafen untergebracht, Abreisetage mit einer frühen Abflugszeit versauen einem irgendwie auch den Tag davor… außerdem sind wir immer noch beide recht angeschlagen bzw. komplett hinüber… Wlan funktioniert hier auch so gut wie gar nicht… also wird die nächste Meldung erst wieder aus Deutschland kommen, dann wenn auch alle richtigen Photos eingefügt sind.

Die Hippies haben es raus…

Die Überschrift sagt eigentlich schon alles zum gestrigen Abend. Wer also lesefaul ist, kann auf den nächsten Beitrag warten.

Bei traumhafter Aussicht auf die Berge der Sierra Nevada wurde für uns und noch zwei weitere Tische auf einer Art Terrasse eingedeckt. Zwischen den Tischen waren geschätzte 10m Abstand, so privat haben wir wohl im ganzen Urlaub noch nicht gegessen. Man sollte mit dem Begriff Idylle nicht zu verschwenderisch umgehen, aber in dieser Situation kann es einem schon in den Sinn kommen, diesen zu nutzen.

Den Kellner hatten wir über den Tag verteilt schon mehrfach getroffen, jedesmal hatte er ein neues Glas Bier in der Hand gehabt – für sich!

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Dementsprechend ausgelassen war er in Stimmung und korrigierte unseren Weinwusch “ Ne da habe er etwas Besseres selbstgemachtes“ oder servierte unbestellte Speisen „für mal so zwischendurch bis das richtige Essen kommt.“

Alles was auf unserem Tisch landete war traumhaft. Chefin konnte nicht aufhören zu schwärmen, lediglich das wir nur eine Nacht hier blieben, war ein berechtigter Kritikpunkt an die eigene Adresse, zum zweiten machte sie sich Sorgen, was der Koch wohl denken würde, wenn man ein solch fantastisches Essen nicht aufisst. Die Menge war schlicht der Grund.

Wir hatten uns aber fest vorgenommen, endlich mal die spanischen Desserts anzugehen, und sowas muss man dann auch mal knüppelhart durchziehen:

Nach dem Esssen den Berg sich wieder hochschleppen war nicht einfach aber gelang, Chefin brauchte da schon etwas Unterstützung… am Ende nach einem kurzen Zwischenstopp auf der Terrasse nur noch kraftlos ins Bett, Chefin konnte zumindest noch ein paar Zeilen lesen…

Thema Gesundheit: Chefin ist auf dem aufsteigenden Ast, was sehr schön ist! Reizhusten und Schnupfen lassen ganz langsam nach. Dagegen ich bin ein Wrack. Ein Blick in den Rückspiegel bei der Fahrt lies mich auf die Idee kommen, dass so wohl ein Junkie auf Entzug aussehen muss. Gestern Abend habe ich dann mal eine Tablette genommen, um den Abend genießen zu können, aber der direkte Weg vom Flughafen zum Arzt wird mir wohl nicht erspart bleiben.

Nach dem Frühstück dann weiter nach Malaga, dort eigentlich im Süden der Stadt noch einen entspannten Strandnachmittag geplant, mal sehen, was die Gesundheit erlaubt.

Alhambra, der Abend und die Hippies…

Die Alhambra muss man wirklich gesehen haben, wenn man hier durch die Landschaft gondelt. Sehr beeindruckend und hübsch anzuschauen… natürlich erinnern die Menschenmassen ein wenig an den Auflauf im Phantasialand, ebenso dass immer wieder Anstehen und Eintrittskarte scannen, aber das nimmt man gerne in Kauf.

Nachdem wir alles besichtigt hatten, waren wir so dermaßen fix und fertig, dass wir es gerade so noch nach Hause geschafft haben, um dann kraftlos ins Bett zu fallen.

Abends reichte es gerade noch so ein paar Tapas zu Essen, bis wir dann wieder uns heim schleppten.

Aufgewacht und festgestellt: die Nase ist immer noch zu, der Hals tut immer noch weh, desolate körperliche Grundverfassung und bei mir noch zumindest der Ansatz von Fieber.

Aber es nützt ja alles nix, Frühstück rein und wieder ab auf die Landstr. Zugegebenermaßen haben wir uns auf dieser nach einem kleinem Mittagssnack ein wenig verfahren, so dass wir dann später in Hippiehausen ankamen als geplant…

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Ok, man kann nicht viel gegen die Geschichte hier sagen. Wir haben ein kleines feines Hüttchen mit Terrasse und phänomenaler Aussicht.

Die Besitzerin ist Engländerin, was die Kommunikation so leicht macht wie bisher noch nie, und die anderen Mitarbeiter störten wir gerade bei ihrem Mittagessen, welches mit ordentlich Bier und Wein runtergespült wurde…

die Szenerie erinnerte mich nachdrücklich an einen von Pattis Lieblingsfilmen, als Preis eine Flasche Roten wer ihn errät!

Gleich begebe ich mich mal auf die Suche nach deren Haschischplantage, kann ja nicht sein, dass die von Natur aus so tiefenentspannt sind.

Wlan gibt es nur an der Rezeption, daher werden die Berichte nur sporadisch kommen und die Bilder möglicherweise auch nicht so schön eingefügt sein wie sonst. Hippiestyle halt.

Warten auf Einlass…

Die Alhambra ist ja anscheinend so etwas wie der Kölner Dom für Deutschland. Unkundige behaupten zwar, dass Schloss Neuschwanstein das meistbesuchte Kulturdenkmal ist, aber da wissen wir wohl alle, dass da Wunsch der Vater des Gedanken ist.

Dementsprechend ist es hier auch streng reglementiert, wann man Eintritt hat. Wir haben Karten für die 2. Tageshälfte. Durch Führer und angelesenem Wissen vorsichtig geworden, sind wir frühzeitig aufgebrochen und müssen jetzt sage und schreibe 2h auf den Einlass warten! Aber was solls, lieber hier was warten als dass es am Ende noch hektisch wird, Hektik hatten wir gestern genug.

Der körperliche Zustand hat sich von schlecht in desolat verändert. Chefins Reizhusten hat sich etwas gebessert, dafür hat sie heute morgen einen neuen Rekord im Dauerniesen aufgestellt und bei diesen Temperaturen im Supermarkt Taschentücher zu kaufen, wirkt leicht surreal…

Bei mir schmerzt der Rücken, ist der Hals verschleimt und in puncto Schnupfen hoffe ich morgen der Chefin eine Nasenlänge voraus zu sein. Noch ist sie schlimmer dran, aber ich gebe mir jegliche erdenkliche Mühe aufzuholen.

Heute nach dem Alhambrabesuch wird wohl nicht mehr viel passieren, zu schlecht die Verfassung, daher schonmal ein Ausblick auf? Morgen:

Eigentlich steht für die nächsten beiden Tage eher entspannen auf dem Programm. Morgen geht es in die Sierra Nevada, dort sind wir in so nem „Alt-Hippie-Kommunen-Ding-Hotel“ untergebracht.

Meine schlimmsten Befürchtungen werden wohl wahr, Chefin töpfert Vasen und ich muss nackt meinen Namen tanzen oder Bäume umarmen… warten wir mal ab. Ob es da wifi geben wird ist auch noch nicht 100%, also sollten wir uns morgen nicht melden nicht wundern, sollte aber am Donnerstag noch immer kein Laut gekommen sein bitte mal kurz bei der Botschaft Bescheid geben, dass die Hippies irgendein obskures Zeug mit uns veranstalten.

Spanische Hektik vs bayerische Gemütlichkeit….

Das war heut alles ein wenig viel…

Schon am Morgen in Cordoba war ich nicht zu 100% fit. Die Erkältung der Chefin ist ein wenig auf mich übergesprungen und nicht weiter erklärbare Kreuzschmerzen machten sich breit.

Nach Hotelfrühstück auf den Weg gemacht nach Granada, und Cordoba nach einem wirklich netten Abend hinter uns gelassen.

Das Finden des Hotels war problemlos bewältigt, einparken im Parkhaus schon etwas abeunteuerlicher, im schönen Hotel dann musste ich erstmal dem Rücken und der allgemeinen Schwäche Tribut zollen und ne Siesta einlegen.

Chefin nutzte die Zeit, um per Tripadvisor den Abend zu planen, so war wenigstens ich nicht Schuld 🙂

Nachdem ich wieder wach war, ging es hoch zum Albaicin Viertel marschiert, um von dort die Aussicht zu genießen.

Ebenso wieder zurück und es wurde auch schon Zeit um Nahrung aufzunehmen.

In der ersten Tapasbar gab es Rioja und als gratis Tapas fritierten Fisch… freut sich die Chefin, alles für sie!

In der 2. Tapasbar – wohl eine ganz legendäre Geschichte hier, ging es in erster Linie wild zu. Laut und hektisch ist maßlos untertrieben. Von unserem Platz aus hatten wir noch einen Einblick, was in der Küche los war… Hektik ist noch zu moderat… das Essen war ok, vielleicht waren die letzten beiden Abende einfach zu gut, dass dieser Abend da kulinarisch mithalten konnte.

Nach der Hektik, beide körperlich angeschlagen, schleppten wir uns nach Hause in der Hoffnung morgen fitter zu sein.

4 Caballeros und 3 Bräute…

Manche Abende verlaufen anders als geplant… Mit dem ursprünglichen Plan wollen wir uns nicht aufhalten, hat sich doch alles schnell zerschlagen.

Laut tripadvisor ist die Bar Santos der Platz, wo man gewesen sein muss, also der Plan für einen Rioja und eine Tortilla dorthin.

Beides war vorzüglich und in unmittelbarer Umgebung wurde eine Hochzeit mit Tanz auf der Straße gefeiert, also konnte man bleiben und sich das ganze Spiel in Ruhe anschauen.

Mittlerweile gesellte sich ein – so jedenfalls aussehender – Straßenmusikant zu uns. Er trug eine aufwändige Uniform und hatte eine Gitarre unterm Arm
Wir sitzen also draussen im Schatten der Kathedrale auf den Stufen in dieser lauen Sommernacht.

Einen weiteren Rioja später entschlossen wir uns, dort zu bleiben, die erste Braut marschierte mit der Gesellschaft vorbei, wir geben uns ins unser Schicksal und ordern neue Tapas…Chefin schaffte ran und mir passierte der Fauxpas… mein Teller flog durch die Luft, das Öl landete auf meiner Hose, die Chorizo auf dem Kostüm des Musikers.

Ich hab möglichst unauffällig mein Abendessen wieder nach Hause geholt, der Musiker war in sein Telefongespräch vertieft, sein Aufzug versaut…

Mehrere Riojas später hatte der Musiker seine Freunde um sich gesammelt, es wurde musiziert und der Samstag Abend gefeiert….


es marschierten oder fuhren mit Kutschen noch div Brautleute an uns vorbei und der Abend fand ein rundes Ende.