Neuer Radkauf leicht gemacht… oder auch nicht?

Nunja… so langsam kommt das Canyon in die Jahre. Seit 2007 hat es mich in viele Gegenden begleitet und sehr viel Freude bereitet. Wir sind sozusagen durch dick und dünn gegangen… und jetzt wird es wohl langsam Zeit, es mal in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken.

Mit dem Gedanken grundsätzlich auseinandersetzen tu ich ja schon länger, aber bisher war ich immer abgeschreckt von dem Gedanken etwas auszutauschen, was eigentlich noch funktioniert… so richtig funktioniert hat es bei rund um Köln ja nicht, wie man auch im letzten velosnakk hören konnte. Es wird also Zeit eine Entscheidung zu fällen und langsam die Sache anzugehen. 2 Deadlines habe ich mir gesetzt. Deadline 1 ist das die Proseccocyclingrunde im Urlaub. Das wäre optimal. Sollte es bis dahin nicht klappen, dann nehme ich einfach mal das Jahresende als Deadline.

Der alte Hobel soll natürlich nicht komplett entsorgt werden, Winter-/ Schlechtwetterrad oder für die Rolle, ganz beerdigt wird es nicht. Dafür hängt noch zu sehr mein Herz daran.

Aber zum neuen Rad. Eigentlich war ich ein wenig abgeschreckt von den Posts von Torsten. Völlig zurecht hat er dort die Schwierigkeiten beschrieben, die ein Neukauf mit sich bringt. In vielen Punkten teile ich seine Meinung, sehe es aber auch – dank des neuen Jobs – ein wenig aus Händlersicht und die Schwierigkeiten die es mit sich bringt, eine solche Menge an Rädern zum testen bereit zu halten. Als ich mal hochgerechnet habe, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt ein Rad zu konfigurieren wurde mich leicht schwindelig… 7 verschiedene Vorbauwinkel in 3 Varianten und dazu noch 2 Materialien, da hat man schonmal 42 Vorbauten. Diese jeweils kombiniert mit sagen wir mal 3 Lenkerbreiten und 2 Materialien, da hätte man dann schon auf die Schnelle 252 Lenker Vorbau Kombinationen. Wir haben das Thema Rahmengröße, Gruppe usw da noch nicht mal angesprochen…

Hatte ich beim damaligen Kauf meines Renners so unfassbares Glück, dass es passte? Oder habe ich mich einfach an eine Position gewöhnt, die auf mich bequem wirkt aber in der ich gar nicht meine Leistungsfähigkeit entfalten kann?

Interessant war in diesem Zusammenhang auch der Urlaub. Ein Trek und ein Bianchi hatte ich gemietet und insbesondere da ist mir auch aufgefallen, was so Details wie Lenkerbreite ausmachen können. Ich erinnere mich kaum an den Trek Rahmen, lediglich der unfassbar breite Lenker ist haften geblieben.

Wie soll es also weiter gehen? Nach dem letzten Sturz habe ich mich schon einmal entschlossen Lenker und Vorbau zu tauschen. Von nem 120mm  Vorbau bin ich auf nen 110er runter und von einer 40cm Breite auf eine 42er Breite. Einfach mal ausprobieren dachte ich mir. Den 6° Winkel des Vorbau habe ich beibehalten. Die Kombination, wenn Sie sich bewährt hat wird dann auch so auf das neue Rad geschraubt. Womit dann auch die nächste Entscheidung getroffen wäre. Kein Komplettrad sondern das ganze wird selbst bzw. mit Kollegenhilfe aufgebaut. Es spricht einfach zu Vieles für diese Lösung und mit der Möglichkeit das ein oder andere Anbauteil etwas günstiger zu bekommen wird die Geschichte eh noch interessanter.

Kommende Entscheidungen wären dann wohl Rahmenmaterial, Gruppe, Laufräder und natürlich auch die Budgetfrage, denn man muss ja auch ehrlich sein, der neue Rechner und das Stadtrad waren in den ersten 4 Monaten des Jahres schon Ausgaben, da will man erst mal langsam wieder was ansparen…

Also wird es spannend in diesem Jahr in dieser Hinsicht.

 

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5 Gedanken zu “Neuer Radkauf leicht gemacht… oder auch nicht?

  1. Mach Dir nicht zu viele Gedanken. Orientiere Dich an Deinem Hobel in Bezug auf Geometrie. Carbon kann ich nur empfehlen wegen der Dämpfung. Gewicht sollte man an sich selber sparen bringt wohl mehr 🙂 Bie mir war es recht einfach. Kam von einem Cube und habe mir über das Wochenende das Roubaix ausgeliehen da es meinen optischen Vorstellungen Entsprach, sowie die Auslegung auf lange Strecken mit relativem Komfort.
    Bin immer noch voll zufrieden. Viel Spass beim aussuchen
    Jürgen

    • Kann mich da Jürgen nur anschließen,du gehst viel zu „verkopft“ an die Sache ran.Lass dich von einem Radsport Freund ausmessen,die Seite http://www.competitivecyclist.com/Store/catalog/fitCalculatorBike.jsp kann ich Dir da nur ans Herz legen,da ist auch alles Idiotensicher erklärt wie man wie was ausmisst mit Videoanleitung.Wichtig ist das du da nicht „Eddyfit“ sondern „Competitivefit“ am Ende auswählst.Danach wird dir ein genaues Ergebnis für eine für dich optimale Geometrie ausgegeben.Dann heisst es auf die Herrstellerseiten gehen und Geometrien vergleichen.Das wichtigste ist die Oberrohrlänge,den Rest kann man über die Sattelstützenlänge/Vorbaulänge/-winkel ausgleichen.Alles kein Hexenwerk.Und das allerwichtigste,es muss dir gefallen,würde kein Rahmen/Anbauteile nur nach Funktion kaufen,es muss das Herz und das Auge erfreuen,dann macht es immer wieder Spaß den Rennbock auf der Straße zu bewegen.Was Laufräder betrifft kann ich dir gerne welche empfehlen die Gewicht/Preis/Steifigkeits/Haltbarkeitskriterien gut abdecken.

      • @michel es wirkt zu verkopft? Ja vielleicht, aber vielleicht eher systematisch? Diese Vermeßmethode werde ich mir mal ganz genau anschauen. Im Prinzip hatte meine letzten beiden Rahmen ne 58er Größe und bin ich auf 1 Leihrädern damals auch mit 58 gut gefahren. Insofern kann ich damit schonmal recht sicher sein. Das mit dem Gefallen ist ja so eine Sache… Eine solche Angelegenheit ist ja irgendwo immer ein Kompromiss aus dem was mach möchte und dem was Sinn macht und den finanziellen Rahmen nicht sprengt. In diesem Rahmen versuche ich das bestmögliche zu erzielen. Spaß hatte ich auf dem Rad eh meist.
        In puncto Laufrädern bin ich eigentlich schon sehr weit mit meiner Entscheidung. Im Prinzip schwanke ich nur noch zwischen 2 Exemplaren, aber auch dazu in einem anderen Beitrag mehr…

    • @ Jürgen ja bzgl. der Geometrie merke ich gerade, wie unwichtig die ja fast ist wenn man an anderen Teilen schraubt, bin selber überrascht. Material ist dann die nächsten Frage. Carbon wg. Daämpfung macht Sinn, aber he… du kennst mein Talent mich mal lang zu machen, ob ich da der richtige Kandidat für Carbon bin? Das Du mit deinem Roubaix/Specialzed so zufrieden bist – hab ich im Hinterkopf… ganz genau sogar 🙂

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