Musikalischer Herbst Teil 2

Musikalischer Herbst Teil 2

Am letzten Donnerstag stand der 2. Teil unseres Konzertherbstes an. Depeche Mode in der Kölnarena. Ich war grundsätzlich sehr zwiegespalten. Die Male die ich Depeche Mode bisher gesehen hatte waren sehr toll, aber halt auch schon lange her. Immer wieder Gerüchte, dass die Herren nicht mehr ganz so gut miteinander klar kommen, jünger werden sie ja auch nicht, die neue Platte auch nur so naja…  und unsere Plätze waren dann so, dass wir ziemlich genau dort im Oberrang schon sehr tolle Konzerte gehört haben, man aber auch durchaus Pech bzgl. Sicht und Ton haben kann.

Außerdem hatte ich in den letzten Tagen meiner Frau ziemlich von den früheren Konzerten vorgeschwärmt, auch nicht gerade clever da eine Erwartungshaltung zu wecken wenn man selbst nicht ganz sicher ist, was einen erwartet. Die Setlist hatte ich mir vor ein paar Monaten mal angeschaut, als meine Frau und ich uns überlegten, ob wir hingehen sollen oder nicht, aber wie so oft hatte ich natürlich weitgehend vergessen was uns erwartet. Aber Frau hatte Depeche Mode noch nie gesehen und so hatten wir damals die Entscheidung getroffen hin zu gehen und jetzt hieß es einfach mal schauen was kommt.

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Das  Ende vom Lied war, dass ich nach dem Konzert sehr viele glückliche Menschen sah, die Erwartungen meiner Frau weit übertroffen wurden und ich froh sein konnte, dass die alten Herren es immer noch drauf haben.

Vor dem Konzert draussen ein Bier, in der Halle noch ein Bier und wir saßen schon auf unseren Plätzen im Oberrang. Die Plätze waren besser als erwartet und da sich die Lightshowelemente hinter der Band befanden, konnte man auch von der Seite alles gut sehen. Die Sorge war mir schon einmal genommen.  Und schon ging es auch los. Nicht wirklich überraschend mit dem ersten Song des neuen Albums „Welcome to my world“. Damit kann ich auch ganz gut leben. Nach einem weiteren Song vom Delta Album dann auch direkt mal mit „Walking in my Shoes“ einer der älteren Songs und nachdem es am Anfang etwas leise war wird auch die Lautstärke angepasst und auch wir haben einen 1a Klang, 1a Sicht und auch ansonsten läuft es gut. Sitzen tut selbstverständlich niemand mehr, die Stimmung ist wirklich ausgesprochen gut.

Irgendwann einmal habe ich wohl zu meiner Frau gesagt, dass so ein Depeche Mode Konzert schon fast den Charakter einer Messe hat und dass die Band und insbesondere Herr Gahan ziemlich abgefeiert werden. Genau das, meint Sie zu mir, könne Sie jetzt sehr gut verstehen und ist hin und weg. Charisma und Ausstrahlung ist bei Depeche Mode noch völlig intakt und so ist die Setlist dann auch fast zweitrangig. Manche Songs wie „Personal Jesus“ oder auch „I feel you“ bräuchte ich live eigentlich nicht immer wieder, aber hey, was solls, wenn ich dafür auch „Behind the wheel“ und „A Question of Time“ bekomme, dann ist alles gut.

Bei „Enjoy the silence“ kullern dann um mich herum sogar Tränen der Rührung und ich bin sehr froh, nicht zuviel versprochen zu haben.

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In einem Forum habe ich mal folgenden schönen Satz gelesen „während mit Just can’t get enough einer der grenzdebilsten Songs der modernen Popgeschichte eine Halle fast zum Einsturz bringt…“ und das beschreibt eigentlich genau, was bei „Just can’t get enough“ und dem Abschluss „Never let me down again“ los ist… ein sehr toller Abend nimmt sein Ende.

Die Show um die Lieder herum war im Vergleich zu vergangenen Touren deutlich reduzierter, auf den paar Leinwänden hinter der Band liefen Videos und Bilder ab, die manchmal sehr skurille Effekte erzielten, aber wie immer war das ein sehr gelungenes und schönes Beiwerk, vermutlich wieder choreographiert von Anton Corbijn.

Wer also vielleicht noch die Chance hat die Band zu sehen, dringende Empfehlung! Frau überlegt auch schon, wo wir bei der Tour noch ein Konzert sehen können… Ende Januar in Paris zu meinem Geburtstag vielleicht? 😉

Einbrecher bei uns?!

Also mir kommt da gerade etwas sehr komisch vor…

Letzten Samstag habe ich doch noch getwittert, es würde sich nicht mehr lohnen die Uhr in der Küche auf Winterzeit umzustellen. Ist ja eh bald Sommer. Ich komme eben nach Hause und die Uhr zeigt auf einmal die richtige Zeit an?!

2013-11-18 17.12.06

Im ersten Moment war die Schuldige natürlich sofort ausgemacht. Die Frau war es. Doch Sie bleibt dabei, dass Sie damit nichts zu tun hat. Verdächtige Nummer 2 unserer Katze hat mehr Methoden mich in den Wahsinn zu treiben als Mensch sich vorstellen kann. So profane Dinge würde sie nicht machen.

DSC_0106Und der Kater? Nunja… ich bin jedesmal wieder überrascht, dass er überhaupt seine Toilette findet, dass er überhaupt einen Begriff von Zeit hat, schließe ich mal aus…

Also. Wer sind diese Einbrecher, die in fremde Wohnungen eindringen und dort die Uhren verstellen? Sind das die Gleichen, die auch heinlich eindringen und meine Pullover und Hemden enger machen? Können die vielleicht auch mal mein Rad putzen oder den Computer ein wenig auf Vordermann bringen?

Sachdienliche Hinweise werden fürstlich entlohnt.

 

Musikalischer Herbst Teil 1

Musikalischer Herbst Teil 1

Das es hier deutlich ruhiger geworden ist, liegt wohl einfach daran, dass www.velohome.de halt Zeit in Anspruch nimmt, die man sonst möglicherweise zum bloggen verwendet hätte. Aber das war ja absehbar und ist auch gut  so, denn das podcasten da macht sehr viel Spaß.

Aber zu besonderen Anlässen will man dann doch hier ein paar Zeilen hinterlassen und der erste Teil des musikalischen Herbst ist ganz sicherlich eine solche Gelegenheit.

Gestern also Placebo in der Lanxess Arena.

2013-11-16 20.08.49

Das letzte Konzert dort vor ein paar Jahre war abgesehen vom Schwarzmarktdrama sehr toll und so ging es diesmal mit regulären Karten aus dem VVK frohen Mutes zum Konzert.

2013-11-16 21.22.20 Die Vorband haben wir uns geschenkt und so ging es dann kurz nach 9Uhr direkt mit Placebo los. Das neue Album finde ich ganz OK, aber im Vergleich zu älteren Alben fehlt da doch das gewisse Etwas. Aber wie immer bei Placebo klingen die Songs live nochmal deutlich druckvoller, es klingt einfach, als hätte man noch eine Schippe drauf gelegt.

Die Setlist war mit 7 neuen Songs und einer guten Mischung aus älteren Liedern in Ordnung, wenn ich auch so manchen Song noch gerne gehört hätte. Kann man wohl aber nicht erwarten und ob meiner Frau noch einmal der Wunsch erfüllt wird „Where is my mind“ live von  Placebo zu hören, ich bin da recht skeptisch. „Song to say Goodbye, Special K, The bitter End” bildeten jedenfalls ein sehr gelungenes Ende des normalen Set bevor dann nochmal 4 Songs mit Infra Red das Konzert beendeten.

Nicht ganz so gut wie vor Jahren, aber immer noch Live besser als viele andere Bands. Man muss aber auch mal kritisieren, dass diese komische Idee mit dem transparenten Vorhang reichlich blöd war. Möglicherweise – so konnte man es jedenfalls im Radio heute Morgen hören – ergab das Ding einen sehr ansehnlichen Effekt, wenn man von vorne direkt drauf schaute. Aber wie viele der 15.000 davon profitierten würde mich mal interessieren, denn der Preis war das in den Momenten Publikum und Band irgendwie getrennt waren und der Jubel doch groß war als der Vorhang wieder hoch gezogen wurde.

Einen schönen Abend mit toller Musik gehabt. Ich muss aber auch zugeben, dass ich Placebo in den letzten 14 Jahren jetzt zum 4.Mal gesehen habe und möglicherweise die Vorfreude auf kommenden Donnerstag das ganze gestern ein wenig überstrahlt hat. Denn da sind wir direkt wieder in der Arena. Auch zum 4. Mal erlebe ich dann Depeche Mode. Allerdings ist das letzte Konzert sehr lange 15 Jahre her und für die liebe Frau ist es Depeche Mode Premiere, daher sind die Erwartungen da dann doch sehr groß einen noch tolleren Abend zu haben.