Auf Wiedersehen und auf bald

Wir verabschieden uns in den Urlaub. Nicht lange und nicht weit weg, dass hatten wir im letzten Jahr ja mehr als ausreichend.

Geplant sind 6 Tage inmitten der schönen Provence und 4 Tage in den franz. Alpen. Dann noch ein kurzer Stopp in Nizza und schon sind wir auch wieder da. 

Insbesondere für mich werden natürlich die beiden Radtouren sein. Schon übermorgen geht es den Mt. Ventoux hoch, kann noch gar nicht so recht begreifen, dass das jetzt schon so bald ist.

In den franz. Alpen stößt dann Christof vom Rennradblog zu uns und was er da so zusammgengeklickt hat wird unfassbar hart und unfassbar schön. Alp d’Huez, Telegraph und Galibier, den einen Pass dazwischen habe ich mal vorsichtshalber verdrängt, schon so schlimm genug. Freu mich schon sehr darauf, mit ihm da durch die Landschaft zu radeln. Dafür danke ich natürlich auch sehr meiner Frau die uns das möglich gemacht hat und die 2 Tage in diesem Urlaub auf mich verzichtet. Aber ihre Freude an der Photographie kann sie da auch ausleben und es werden hoffentlich ein paar tolle Bilder bei rauskommen.

Apropos Bilder, haben wir in den vergangenen Jahren auch einen Urlaubstumblr eingerichtet. Eher Bilder, ab und an eine kleine Notiz auch wird dort einfließen.

http://provenceurlaub2013.tumblr.com/

Twitter, FB und das ganze Gedöns schließe ich mal für ein paar Tage Urlaub. Per DM bin ich im Fall der Fälle noch zu erreichen, aber ansonsten ist mal Urlaub!

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Musikalischer Herbst….

Es war der 29. Sept 1990 und ich war 15  Jahre jung. Ich weiss noch genau, wie ich mich die letzten Tage vor dem großen Tag schon unfassbar freute und es kaum erwarten konnte endlich auf das erste große Konzert in meinem Leben gehen zu können.

Depeche Mode auf ihrer World Violation Tour.

Von unserem Dorf mussten wir mit dem Bus in die nächstgrößere Stadt, von dort dann mit der Straßenbahn in die wiederum nächstgrößere Stadt und von dort dann endlich mit dem Zug nach Dortmund.

In den Jahren zuvor und auch danach lief wie bei Vielen in meinem Alter Depeche Mode rauf und runter. Ebenso New Order, The Cure, U2 und alles was es da sonst noch in dieser Richtung gab, aber Depeche Mode war es vorbehalten, mein erstes großes Konzert zu sein.

Noch ganz genau kann ich mich an die ersten Takte von „World in my eyes“ erinnern und wie das was ein Popkonzert war begann. Und es war sehr beeindruckend, erstmalig ein Teil von einer solchen Inszenierung zu sein. Jahre später, nach vielen Konzerten wurde mir dann mal langsam klar, dass insbesondere U2 und Depeche Mode Konzerte ja schon fast sakralen Charakter haben.

 

Lustig, ein Konzert aus der heutigen Sicht sich noch einmal anzuschauen, Dave wird mittlerweile hoffentlich nicht mehr so rumhampeln 🙂

Das ganze Konzert war unglaublich beeindruckend und auch wenn die Rückreise incl. Übernachtung auf einem Bahnhof alles andere als entspannt war, einer der Abende in der Jugend die man wohl niemals vergessen wird.

Ein paar Jahre gingen ins Land und nach dem Abi kam die Zivizeit. Erstmalig zu Hause ausgezogen, erstmalig in erwähnenswert großen Mengen selbst verdientes Geld und eine Unbeschwertheit, dass irgendwie schon alles gut gehen wird, wenn auch noch ungewiss wie genau.

Es war 1996, meine Freundin war weg in die Südsee, allein…. Fettes Brot wurde langsam bekannt und Sie passten damals genauso mit ihrer Musik in meine damalige Stimmung.

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht mehr an das erste Konzert mit den Broten erinnere, aber es sind über die Jahre ein paar sehr tolle Abende zusammen gekommen und ihr „Konzert“ im Rahmen der Popkomm, wo sie mit einem Bollerwagen und einem Ghettoblaster – so nannte man das wohl früher – von Bankvorraum zu Bankvorraum in der Kölner Innenstadt zogen war sehr toll. Es endete mit etwa 40 Leuten in der VR Bank am Ring wo sie auf den Geldautomaten standen und spielten, man mit den Jungs gequatscht hat und die eigentliche Frage war, wann die Polizei das ganze auflöst.

Nach etlichen Jahren mit Bands wie Fettes Brot, Fischmob, der Tobi und das Bo und all den üblichen Verdächtigen wandelte sich der Geschmack wieder ein wenig und es ging zurück in Richtung Gitarrenmusik. Unter all den verschiedenen Bands die mich da über Jahre auf Konzerten beeindruckten nahm dabei Placebo immer eine besondere Rolle ein. Man hat/hatte immer das Gefühl, als würden sie wirklich spielen, als wäre es ihr letzter Abend gemeinsam auf einer Bühne. Das damalige Konzert im sehr kleinen E-Werk mit dem „Where is my mind“ Highlight am Ende und das ersten gemeinsamen Placebo Konzert mit meiner heutigen Frau und damaligen Freundin werden dabei immer eine herausragende Stellung haben.

 

Und obwohl ich nicht sagen würde, dass dies unbedingt immer die besten Konzerte waren – dazu vielleicht mal in einem anderen Blogeintrag mehr – muss ich sagen, dass diese Band alle so wie sie sind zum damaligen Zeitpunkt irgendwie stellvertretend für ihre Zeit wichtig für mich waren.

Und wie es der Zufall so will, geben sich alle 3 Bands in diesem Herbst/Winter ein Stelldichein in Köln und wir haben dann mal zugeschlagen und schauen uns alle 3 als verfrühtes Weihnachtsgeschenk an. Große Konzerte erwarte ich eigentlich nicht, Überraschungen wird es kaum geben, aber die 3 so knapp nacheinander und alle hier vor der Haustür so sehen zu können, ist schon ein kleines Fest für uns.

 

Ein Kölner auf Reisen…

Am letzten Wochenende waren wir mal wieder unterwegs in Richtung Süddeutschland und mal wieder war ich der einzige nicht Bayer in einer größeren Gruppe. In diesem Fall waren es etwa 10 bis 12 deutlich ältere Herrschaften, was nicht bedeutet, dass dies nicht genauso in anderem Kreis hätte so passieren können.

ICH KANN DIE KLISCHEES NICHT MEHR HÖREN!!!

Nach spätestens 3 Minuten geht es los. Eine der Herren meint, „ach sie kommen aus Köln?“ Darauf folgt meist unmittelbar „Ach das ist doch da, wo man das Bier in diesen Reagenzgläschen bekommt.“ Ich lächelte… viel lieber jedoch hätte ich gesagt „JA GENAU, IN KLEINEN GLÄSERN, DAMIT ES IMMER SCHÖN FRISCH IST, UND VERDURSTET IST BEI UNS AUCH NOCH NIEMAND. UND BEI UNS WÜRDE AUCH KEIN FREMDER 3min AM TISCH SITZEN UND NIEMAND WÜRDE IHM WAS ZU TRINKEN ANBIETEN!

Es daurt dann meist nur eine weitere Minute bis der riesen Gag kommt „Und wenn du da nen halven Hahn bestellst, bekommst du nen Kümmelbrötchen mit Käse“. Ich lächelte… Aber eigentlich wollte ich sehr laut zum Ausdruck bringen: „HAHAHA, NOCH NIE GEHÖRT, KENNT KEINER DIE GESCHICHTE. UND ES IST EIN RÖGGELCHEN, EIN RÖGGELCHEN UND KEIN KÜMMELBRÖTCHEN. UND AUßERDEM MIT BUTTER UND SENF IHR PFOSTEN.

Also bitte liebe Nicht Kölner, erspart uns diese Geschichte über die skurrilen Eigenheiten, DIE KENNEN WIR NÄMLICH SCHON!

Dafür verspreche ich auch, dass ich beim nächsten Mal eine der Erklärungen zum besten gebe: http://de.wikipedia.org/wiki/Halver_Hahn

Ruhe im Karton

In letzter Zeit ist es hier sehr ruhig geworden, was in erster Linie daran liegt, dass eigentlich kaum etwas sehr aufregendes passiert ist. Außer natürlich, dass mein Gedanke von Ende Juni viel schneller und vor allen Dingen unfassbar erfreuend umgesetzt wurde.

Wir haben jetzt schon 6 Folgen bei www.velohome.de online und es werden mit Sicherheit noch viele folgen, die Pläne für die nächsten Folgen sind jedenfalls schon sehr sehr konkret. Schön dabei ist, dass man bei allen mehr oder auch weniger beteiligten das Gefühl hat, dass Sie mit Freude bei der Sache dabei sind und mich erfreut es sehr, wenn man sieht, dass die gemeinsame Liebe zum Radsport, dem Velo selbst und der Radfahrerszene möglich macht und teilweise wildfremde zusammen an so etwas arbeiten lässt.

Danke dafür.

Natürlich werden die Berichte übers radeln hier im Blog deswegen etwas weniger, es wird halt alles verpodcastet, aber trotzdem versuche ich auch diesen Blog mal wieder ordentlich zu füllen und bei velohomegeschichten die sich auch um mich drehen schlicht und einfach verlinken.

Bald steht Urlaub an und ich muss sagen, dass ich mich sehr darauf freue und das erste Mal seit langem auch so eine Art „ich bin urlaubsreif“ Gefühl habe. Der Süden von Frankreich wird bereist und dank meiner sehr tollen Frau, darf ich auch dort 2 Tage aufs Rennrad steigen und neben dem Mt Ventoux steht auch eine ganz besondere Runde an, über die ich noch nicht zuviel verraten will. Es kann aber durchaus sein, dass an anderer Stelle auch schon etwas angedeutet wird… Rennradblog

Da wir auch ein kleines portabeles Gerät netterweise vom Christian aus Hessen @kolleche zur Verfügung gestellt bekommen haben, besteht sogar die Möglichkeit hier und da mal aus dem Urlaub was zu schreiben… wenn ich nicht gerade was Besseres zu tun habe 🙂