Placebo wirkt.

In den letzen 10 Tagen war furchtbar viel los. Rund um Köln, Hochzeit am Chiemsee, Weisheitszahn raus… hätte auch alles in einem etwas längeren Zeitraum passieren dürfen.

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Aber man nimmt halt alles wie es kommt.

Gestern trudelte dann per Newsletter die wunderbare Nachricht ein, dass Placebo auf Tour kommen und zu unserem großen Glück nach Köln kommen. An einem Samstag! Perfekter geht es ja kaum.

Zuletzt haben wie sie ebenfalls hier in Köln gesehen und es war sehr sehr toll (Placebo 2009), daher große Freude bei uns. Nachdem ich kurz nachgeschaut habe, ob und wann ein neues Album kommt war ich noch ein wenig glücklicher, denn von der letzen Tour gibt es doch ein Live Album, welches ich bisher völlig übersehen hatte. Seit gestern läuft es also bei uns und auch da wird einem wieder klar gemacht, dass Placebo wirklich zu den Bands gehört, die spielen als dürften sie nie wieder Instrumente anfassen und deshalb nochmal alles geben.

Wer also noch nicht alle Alben im Schrank hat, dem empfehle ich dringend die beiden Live Alben und wer sie noch nicht gesehen hat, der sollte wirklich dringend darüber nachdenken, ob er nicht bei der Tour im Herbst vorbeischaut.

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Manchmal verstehe ich google plus nicht.

Immer mal wieder schaue ich gerne bei google plus vorbei und frage mich, warum dieses Netzwerk eigentlich nicht mehr genutzt wird. Es könnte das aufgeräumtere Facebook sein, dass komplexere Twitter und das tumblr was nicht von yahoo geschluckt wird.

Aber an Tagen wie heute, verzweifel ich an google plus.

Hintergrund… wir waren in den letzten Tagen am Chiemsee auf einer wirklich sehr schönen Hochzeit und ich dachte mir, ach sicherst du die Bilder mal nicht nur bei flickr, sondern lädst sie auch bei google plus hoch. Dort sind sie dann nicht in original Größe, aber schaden wird es nicht.

Nach etwas 150 Bildern wurden die Bilder vom Server abgelehnt. Warum? Keine Ahnung. Das wurde mir nämlich nicht gesagt. Im ersten Moment dachte ich, „Mhmmm, da haste wohl irgendwas an den Einstellungen falsch und die Bilder in Originalgröße hochgeladen“ Nö, daran liegt es nicht. 1. War die Option nicht ausgewählt und 2. hab ich da noch 9GB Speicher, daran liegt es also nicht.

Dann wollte ich mal mir das Album genauer anschauen, aber das ging nun auch nicht. Die Bilder einzeln anschauen geht, aber das Album? „Sie sind nicht berechtigt, sich dieses Album anzuschauen.“ Dann kann ich noch den Button Zugriffsanfrage nutzen, aber wen frage ich dann? Mich???

Sehr sehr kurios. Eigentlich fand ich das alles recht nett, was da auf der I/O vorgestellt wird, aber wer so bei den Photos versagt, dem werde ich wohl auch kaum mehr anvertrauen, sorry google.

Rund um Köln 2013… done…

Die Liebste steht bei solchen Veranstaltungen gerne im Zielbereich und freut sich dann sehr, wenn ich um die Ecke gebogen komme und munter und in ganzen Stücken über die Ziellinie fahr. 2011 war sie ein wenig erschrocken über die lädierten Knochen, aber die Reaktion gestern war eine durchaus Neue und in dieser Form mir auch unbekannte.

„Du bist aber ganz schön dreckig.“

Ja, was soll man dazu sagen, als ich zu Hause in den Spiegel schaute, erinnerte es mich wirklich ein klitzekleinwenig an die Fahrer von Paris Roubaix, die nach der Ankunft aussehen als hätten Sie unter Tage stundenlang Kohle abgebaut.

Der Wetterbericht vorher war so wechselhaft wie es das Wetter am Tag selbst dann auch war. Am Abend vorher noch mit Freunden gegessen, dann um 9.10 Uhr pünktlich in die Startaufstellung und warten. Klamottentechnisch hatte ich gemischt, kurze Hose weil die Beine dann schneller trocknen und oben rum ein Trikot, 2 Langarmtrikots und eine Windweste. Die Regenjacke habe ich mir vorne unters Trikot gesteckt, sieht aus als hätte ich nen Kölschfass verschluckt, komme ich aber im Bedarfsfall schneller ran und stört auch nicht.

5min vor Start. Alle holen die Regenjacken raus, es fängt doch wirklich an zu regnen. Start! Es fängt an zu hageln. Und nicht zu knapp.

Wir sind in Startblock B. Meine Befürchtung ist ein wenig, dass wenn die Ambitionierten aus Startblock C kommen es ein Hauen und ein Stechen gibt wenn die durch das Feld pflügen. Daher mein Plan, so weit wie möglich rechts und an ein Team ranhängen. Die „Ironhams“ fahren im Verbund und wirken so, als wenn sie wüsste was sie tun. Heute konnte ich dann feststellen, dass „Der Pät“ dem ich bei Twitter folge, zu diesen Ironhams gehörte. So klein ist die Welt.

Nach der Welle der Ambitionierten ging es über die Mühlheimer Brück. Ich verabschiedete mich nach vorne und es fanden sich bis zum ersten Anstieg immer wieder wild durcheinander gewürfelte Gruppen, alles Koalitionen auf Zeit, längerfristig waren die Leute einfach zu heterogen gemischt.

Den ersten Anstieg zu Esel hoch – der so bisher nicht gefahren wurde – kannte ich aus der letzten Trainingswoche. Es lief ganz gut, Tritt war flüssig und die Sonne kam langsam raus. Mein Plan, die nächste Abfahrt und das Talstück abwarten und dann raus aus der Regenjacke. In der Abfahrt war ich recht einsam, was ich auch nicht bedauerte. Regennasse rutschige Straße und große Gruppen lassen mich nicht unbedingt jubilieren.

Aber am heutigen Regentag waren alle sehr vorsichtig, jeder bremste auch mal lieber ein paar Sekunden früher und nahm sich zurück und so war es auch in der Hinsicht ein sehr gelungenes Rennen.

Unten dann im Stück vor Sand habe ich eine Gruppe erwischt, und wir donnern Richtung Anstieg. Ich merke das der Tritt gut ist und auch die Durchschnittsgeschwindigkeit passt. Die Sorge im Besenwagen zu landen schwindet langsam.

Im steilsten Stück der Strecke funktioniert der Selbstbetrug wie immer sehr gut. „3 min Augen zu und durch, treten und gleich haste es geschafft“. Leider beginne ich im letzten Stück darüber nachzudenken wie ich meine Regenjacke los werde. Oben richte ich mich auf, Krieg das dumme Ding irgendwie nicht richtig ausgezogen, hänge mit der einen Hand fest und muss am Ende anhalten. Kurzer Versuch Sie hinten ins Trikot zu stopfen scheitert, also wieder vorne unters Trikot.

Rasant geht es bergab, dann hoch zu Schloss, das Kopfsteinpflaster macht auch – trotz Nässe – keine Probleme und fast die Hälfte ist schon geschafft. Im nächsten Hochgeschwindigkeitsstück arbeite ich sehr gut mit einem älteren Herrn zusammen, wir wechseln und sehr gut ab und rasen so zur Streckentrennung. Im darauf folgenden Teil nach Rösrath sammeln wir vereinzelte Fahrer auf und der Rhythmus wird durcheinander gebracht. Schade, wir hätten bestimmt noch ein paar KM zusammen schnell fahren können.

Andererseits ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht, die Beine ein wenig durchatmen zu lassen, die nächsten 3 Anstiege sind ja kein Spaß. Hatte ich nach dem ersten Anstieg immer noch einen Schnitt von über 31 wurde es nun interessant, wie es weiter gehen würde.  Durch Rösrath durch und hochkurbeln. Die Geschwindigkeit sind oft ins einstellige. Bin ich vielleicht doch zu schnell angegangen? Aber lieber hinten raus im Besenwagen als direkt zu Anfang weil man nicht genug Gas gegeben hat.

Den ersten der drei Anstiege bewältigt, immer noch 30er Schnitt. Oben geht es ein wenig über die Felder aber ich habe bei dem Wind und der langsam einsetzenden Erschöpfung Probleme den Tacho über 30 zu halten. Mir fällt auf, dass ich kaum getrunken habe, also mal einen tiefen Schluck nehmen und einen Riegel einwerfen.

Aus Overath raus geht es nach Hohkeppel, ich merke wie ich langsamer werde und der Schnitt sinkt. Jetzt bloß nicht scheitern, wo ich es bis hier geschafft habe. Immer weiter treten und nicht nachdenken. Leiden gehört da auch mal dazu und die Landschaft kann ich mir auch ein andermal noch anschauen. Die Abfahrt runter bin ich bereit etwas mehr Risiko zu gehen um auf eine Gruppe aufzufahren. Da schleicht einer vor mir rum, der noch schissiger ist als ich 🙂 Pech gehabt.

Immekeppel hoch muss ich nochmal austreten. Am Morgen kaum getrunken. Während des Rennes kaum getrunken, wo kommt das her?
Wie immer nimmt der Berg kein Ende und zieht sich, schlimmer aber als der Berg, sind die 2 Vögel, die hinter mir fahren und sich gegenseitig die ganze Zeit erklären, warum sie heute so schlecht sind. Das und das und das … können die nicht einfach sagen, „he, cool das ich so weit gekommen bin, mit dem wenigen und schlechten Training?“ Mein Schnitt ist im 28er Bereich und ich

Es wirkt ein wenig wie eine Gruppe der Geschlagenen, von etwa 10-12 Leuten die dann Richtung Dürscheid sich auf den Weg machen und wieder auf die alte Strecke kommen. Mein Schnitt ist mittlerweile nur noch knapp über 29 und ich denke mir nur, dass es jetzt langsame wirklich ärgerlich wäre, raus zu fliegen.

Sand und Bensberg ist schnell erledigt und es geht Richtung Heimat. Die Gruppe arbeitet einigermaßen zusammen, allerdings herrscht komplette Stille, keiner sagt einen Ton und es scheint so zu sein, als wollen einfach alle das Ding nur noch nach Hause bringen.

Auf der Ziellinie sehe ich die Liebste und freu mich, dass ich durchgekommen bin. Dreckig und Nass, so wie die Liebste mich später auch beschreibt bin ich, aber das ist in diesem Moment furchtbar egal.

Gernot und Michael meine Mitstreiter die ich bereits beim Start verloren hatte haben es leider nicht geschafft und wurden aus dem Rennen genommen.

Fazit ist für mich, dass ich sehr positiv überrascht war, wie umsichtig alle gefahren sind. Liegt es am späteren Termin und alle haben sich schon bei den RTF und anderen Rennen ausgetobt? Wäre wünschenswert. So jedenfalls steh ich im kommenden Jahr schon eher wieder am Start, was ich vor noch 2 Tagen nicht unbedingt unterschrieben hätte. Also alles gut gegangen.

3 day to go… und ein wenig Zahlenspielerei

Der Wetterbericht verheißt nicht wirklich Gutes für den kommenden Sonntag. Nach 2012 hätte ich mir gerne eine erneute Regenschlacht erspart, aber es hat wohl nicht sollen sein. So spät wie nie und trotzdem Regen, dass muss man dann wohl als Pech verbuchen.

Die letzten Tage werde ich mich nur noch sporadisch aufs Rad setzen und ein bißchen die Beine bewegen, aber man kann ja die Zeit ein wenig mit Zahlenspielerei verbringen. 2009 und 2010 war ich ja auch die längere Strecke gefahren, wie sah da die Vorbereitung aus?

Als Start der Vorbereitung habe ich einfach mal Willkürlich den 1. Nov gewählt und angeschaut, wieviel Zeit und KM ich in der Vorbereitung absolviert habe.

2009 hatte ich am Ende im Rennen einen Schnitt von 30,6km/h. In der Vorbereitung war ich noch deutlich mehr gelaufen als heute. Genau genommen hab ich 76:29:25h trainiert. Davon 53:21:56h auf dem Rad und 23:07:29h in den Laufschuhen. Dabei hab ich 1351,1km erradelt und bin 210,9km erlaufen.

2010 hatte ich erstaunlicherweise genau den gleichen Schnitt, 30,6km/h. Trainiert habe ich dafür 66:01:27h, also eigentlich signifikant weniger. Auf dem Rad verbracht habe ich 54:19:08 und dabei 1326,1km geschafft. Grundsätzlich war ich also minimal langsamer im Training unterwegs als im Jahr zuvor. Gelaufen war ich lediglich 9:23:29h und hab dabei 90,2km geschafft. Die Zeit in den Laufschuhen war also nicht einmal halb so lang, was sich allerdings nicht negativ auf die Leistung im Rennen ausgwirkt hat.

Natürlich spielen da auch Dinge wie Wetter, Tagesform und das Glück eine schnelle Gruppe zu erwischen mit in diese Zahlenspielerei hinein, aber die meisten Radler sind ja auch zahlenaffin, also warum nicht ein wenig mit dem Material rumspielen.

Wie sieht es also 2013 aus?

Gelaufen bin ich genau 0 min. Jedenfalls nicht in Laufschuhen, die Anzahl der hoch und runter gelaufenen Treppen beim Umzug habe ich jedoch nicht gezählt… Und da sind wir bei einem Punkt in der Vorbereitung. So glücklich wir über den Umzug sind, für die Vorbereitung sind da etliche Stunden drauf gegangen, die ich sonst wohl auf dem Rad verbracht hätte. Das und der doch lange kalte Winter spielten also in die Vorbereitung rein. Trotzdem konnte ich noch 60:24h mit Training verbringen. Minimal mehr als in den letzten Jahren, was ja auch dem späteren Termin geschuldet ist. 1447,3km sind dabei zusammengekommen. Minimal mehr als in den letzten Jahren.

Die Trainingszeit und KM lassen also vermuten, dass das Ergebnis am kommenden Sonntag ähnlich ausfallen könnte wie 2009 und 2010. das schlechte Wetter und eine eher pessimistische Haltung in diesem Jahr lassen mich aber selbst gespannt sein, was da so bei rauskommt.

Rad putzen, neues Lenkerband dran, nochmal Kette fetten? Kette fetten sicher, aber ob ich das Rad wirklich noch putzen muss, wenn es Sonntag eh komplett verdreckt… ach nö, da warte ich lieber bis nach dem Rennen.

 

Auf den Spuren von Rund um Köln

Heute bei schönstem Sonnenschein noch einmal auf der Strecke von rund um Köln unterwegs gewesen… trainingstechnisch war es das dann auch, die Woche vielleicht noch ein wenig die Beine bewegen, aber was jetzt nicht getan ist, dass kommt dann eh zu spät.

Im Vergleich zu den letzten Jahren bin ich mit Sicherheit schlechter vorbereitet als je zuvor, aber dieses Jahr gilt es ja auch nicht eine Kapitänin in die Top Ten zu fahren sondern einfach nur Spaß zu haben und sicher anzukommen. Bin gespannt wie der Start aus einem der hinteren Startblöcke sich anfühlt im Vergleich zum Kampf in Block 1.

Es gibt übrigens wie jedes Jahr ein paar knifflige Stellen. Das die Straßen im Bergischen nicht besser geworden sind ist ja nicht wirklich ein Wunder. Die Baustelle und der Fahrbahnteiler nach der Abfahrt runter aus Bechen wird hackelig. Da möchte ich nicht wirklich mit einer großen Gruppe runterdonnern.

Ebenso hat man in Overath nach der Abfahrt wo es links hoch in den Anstieg am Friedhof (!) die Kreuzung umgebaut. Wo man früher schön über die Kreuzung brettern konnte, gibt es jetzt einen Kreisverkehr. Da kann es auch eng werden, also Obacht dort.

Direkt zu Beginn wurde auch der Anstieg hoch nach Bechen neu gestaltet. Da mir die offizielle Karte da irgendwie komisch vorkam habe ich mal bei „rund um Köln“ angefragt und heute morgen noch gerade rechtzeitig eine Antwort vom Herrn Schneider bekommen. Diesen Herrn Schneider hab ich vor 2 Jahren bei einer Ausfahrt kennenlernen dürfen und es ist immer toll ein paar KM neben und mit so jemandem radeln zu können, ist er doch seit Jahren „Chefplaner“ der Strecke und hat gefühlt zu jedem Baum im Bergischen eine Geschichte zu erzählen.

Jedenfalls ist die Anfahrt nach Bechen neu und sehr schön gelungen. Mehr Details gibt es aber nicht, denn ich möchte ja nicht jeden Vorteil den ich durch Heimvorteil erlange verspielen. 🙂

Würde mich freuen viele auch aus meiner Twittertimeline in Köln zu sehen!!!

Wem habe ich noch gleich dieses Buch geliehen?

Dieses Buch „Fit in 10 Tagen“.

Ich bräuchte es echt dringend…

Bin heute Teile der Strecke von Rund um Köln abgefahren. Eigentlich sieht es aus wie immer, im Bergischen Land sind die Straßen löchrig wie ein Käse, das Stück nach Sand hoch ist immer noch steil und vor dem Bensberger Schloss liegt immer noch Kopfsteinpflaster.

Was mir ein wenig mehr Sorgen als die Strecke macht ist meine Form, denn auch wenn die durchschnittlichen 23,4km/h heute ja alleine erradelt waren und man gerne immer wieder von einer Ampel gestoppt wird, sollte ich nach meinem Ötztaldebakel mein erstes Rennen wieder im Besenwagen beenden? Ich hoffe mal nicht.

Ergo, wer mein Buch noch hat, ich bräuchte es dingend!

Der Garmin hat wunderbar gearbeitet, möchte ich schon nicht mehr missen. War auf jeden Fall eine gute Entscheidung.