Garmin 500, der erste Eindruck

Nach ewig langem Hin und Her überlegen, ob ein neuer Tacho wirklich angeschafft werden muss, bekam ich das OK der Finanzverwaltung und nun ist das Ding da.

Ans Rad schrauben dauerte etwa 8min, und das morgens vor dem Weg zur Arbeit…

Auf den ersten Blick bin ich sehr sehr glücklich mit dem Ding. Der Plan 8 Felder auf den ersten Screen zu legen und nicht automatisch durchzublättern werde ich wahrscheinlich nochmal überdenken. Lag es an der Uhrzeit und/oder meiner Müdigkeit, die Zahlen waren zu klein… werde vermutlich auf 2 screesn mit je 4 Feldern wechseln.

Aber das wird sich wohl alles über die Zeit noch verändern. Vermissen tu ich bisher noch die Einstellung für %HF von maxHF – gehe aber davon aus, dass meine Augen noch nicht richtig offen war… Auch auf der Garmin Connect Seite habe ich die Angabe nicht gefunden.

Ach ja, der Import auf die Garmin Seite lief ja erstaunlich simpel, auch der import ins Trainingstagebuch und Strava sehr schön simpel. Was nur wundert, dass selbst bei so kurzer Distanz die gefahrenen Höhenmeter sich unterscheiden. Es soll da wohl eine automatische Korrektur auf der Garmin Seite geben, gefunden habe ich auch die bisher nicht.

Jetzt muss das Ding nur noch bewegt werden 🙂 Gestern bei schönstem Wetter bis 23.30 an einem Projekt gesessen, heute wird es auch nochmal spät, da ist nicht viel zu erwarten. Dann wird das Wetter natürlich schlechter. Bleibt die Hoffnung, dass es dann richtig losgehen kann und zumindest vor Rund um Köln noch ein paar KM gedreht werden.

Post aus Norwegen…

Eben stand unser Papierkramchefin an meinem Schreibtisch und überreichte mir einen Umschlag mit dem Kommentar, ein Liebesbrief aus Norwegen. Kurz überlegt, gut ich war 2mal in Norwegen, aber da war ich echt noch jung und glaube nicht, dass ich da so einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe.

Umso größer die Freude, dass mir Markus aus Norwegen ein Jerseybin aus seinem Shop hat zukommen lassen. Vielen Dank Meerblickzimmer !!!

Mit einem kleine Schnitt, habe ich mir noch einen Kopfhörerloch reingebastelt, podcasts müssen halt beim Grundlagentraining sein. War völlig unproblematisch. 

Funktioniert alles wunderbar und man kann den touchscreen perfekt bedienen.

Daumen hoch und Kaufempfehlung. 

http://54elf.de/shop/jerseybin/

Augen auf beim Mantelkauf

Via twitter wurde mit Mettys Blogeintrag zur Rennradreifenwahl in die Timeline gespült und wie alle Anderen auch, habe ich natürlich eine Meinung dazu, die sich nach ein paar Jahren sogar noch verfestigt hat.

Zu Beginn hatte mein schönes Canyon ganz einfache Contis drauf. Als es dann mal Zeit war zu wechseln, habe ich nach Lektüre der obligaten Zeitschriften uns Tests die Continental 4000 s in der 23mm Variante geholt.

Aufgezogen, losgefahren, begeistert sein. Kaum etwas übertrifft diesen Moment der erste Fahrt. Die Reifen sind noch schön sauber, das Gummi riecht noch und man hört beim Antreten einen satten Sound von des abrollenden Gummi. Ich wollte nie wieder andere Mäntel fahren. Die Pannen hielten sich im Rahmen, meist war auch eine gehörige Portion Dummheit im Spiel.

2011 wurden dann die Teilnehmer des Team Muax von Schwalbe mit den Ultremo ZX ausgestattet. Interessante Optik und toller Reifen. Aufgezogen und losgefahren. Das satte Geräusch fehlte zwar, aber ich hatte auch ein gutes Gefühl dabei. Leider waren die Reifen schon nach etwa 2000km runter und zogen Fäden. Außerdem war die Pannensicherheit deutlich schlechter. Da ich selbst im Job mich immer sehr über Feedback durch den Kunden freue schickte ich die Mäntel an Schwalbe und fragte nach, ob dies normal sei nach der Laufleistung und man schickte mir – was mich sehr sehr positiv überraschte – umgehend einen neuen Satz zu. So sammelt man Pluspunkte.

Der neue Satz hielt länger, die Pannensicherheit war aber gegenüber dem 4000s deutlich schlechter.

2012 war der Geschenkesack von Muax nochmal größer und es gab wieder Ultremos. Ich hatte den Eindruck, diese würden etwas besser rollen, als das Vorjahresmodell und eine zeitlang ging es auch gut, aber ob es Pech war oder die Ultremos, nach einer Serie von platten Reifen war ich dann an dem Punkt, wo ich mir schon überlegte wieder zu wechseln. Insbesondere beim Ötz hatte ich wenig Lust auf eine Reifenpanne.

Bei der Gelegenheit wechselte ich auch direkt auf 25mm Modelle. Diesen wird ja etwas mehr Komfort bei nahezu identischen Abrolleigenschaften nachgesagt. Und seit August bin ich mit der Wahl auch sehr zufrieden. Beim nächsten Kauf werden es vielleicht die 4 seasons, ist deren Pannensicherheit wohl noch etwas besser.

Dies ist für mich übrigens auch in zunehmendem Maße der entscheidende Faktor. Mahl ehrlich, ein Jedermann wie ich merkt da wirklich kaum Unterschiede im Rollwiderstand, wenn er einen Conti oder Schwalbe fährt. Dafür bin ich zu unsensibel. Ob es einen Unterschied zwischen 23mm und 25mm in Punkto Komfort gibt würde ich auch nicht beschwören, ich bilde mir zumindest ein, etwas zu spüren bei langen Touren.

Als Conti 4000S in der 25mm Variante wäre meine Empfehlung an Metty!

Gastbeitrag von der Flandernrundfahrt Jedermann…

Nachdem Lars hier http://cervelover.blogspot.de/ sehr schön vorgelegt hat, hier ein weiterer Bericht aus Flandern… Nicht von mir, ich bin ja nicht irre, aber vom sehr sehr netten Thomas der schon seit längerem immer wieder schöne Artikel über seine Ausfahrten schreibt, diese aber leider nie in einem Blog sammelt. Schreibt mal ein paar nette Kommentare, vielleicht motiviert ihn das ja zusätzlich 🙂

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Hier nun mein kleiner Bericht über die Flandernrundfahrt.

Nach ausgiebiger Abwägung zwischen Starten und Nicht-Starten habe ich mich doch entschlossen diesen Klassiker zu fahren. Trotz gerade mal 1200 km in den Beinen und winterlichen Bedingungen.

So machte ich mich am Freitag gegen 7 Uhr morgens auf den Weg nach Flandern. Nachdem ich mich über die verstopften Autobahnen Belgiens geqüalt habe, komme ich endlich in Oudenaarde an.

Auf einem großen Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs ist genug Platz für die vielen „Wielertoeristen“. 500 Meter weiter kann ich auch schon meine Startunterlagen abholen. Alles sehr schnörkellos und unkompliziert. Es gibt eine Startnummer für den Lenker mit integriertem Transponder. Dazu gibt es ein T-Shirt und viele andere Dinge umsonst.
Zurück am Auto baue ich mein Rad zusammen und befestige die Startnummer am Lenker. Um sicher zu gehen dass alles funktioniert, mache ich nochmals eine kurze Probefahrt auf dem Parkplatz. Wobei dies kaum möglich ist, denn mittlerweile strömen hunderte von belgischen, italienischen, englischen, niederländischen und spanischen Autos auf das Gelände.
Nunja, nach den letzten Materialchecks vertreibe ich mir die Zeit nach der Dämmerung mit dem Studium der Streckenskizze, sowie diverser Radsportfachzeitschriften. Nebenan sind die Holländer noch in ihren Wohnmobilen am Karten spielen, doch mir fallen gegen 21 Uhr die Äuglein zu.

Der Tag des Rennens:

4 Uhr in der Früh, mein Wecker klingelt und ich mache mich fertig für den Einsatz, d.h.:
-Rad zusammenbauen
-Beine und Füße mit ausreichend Wärmegeel einbalsamieren
-Radkleidung an (1 Unterhemd, 1 Langarmtrikot, sowie eine Winterjacke, untenrum ziehe ich lange Thermosocken, Beinlinge, 1 Winterhose, sowie 1 kurze Hose an, dazu 1 Paar Windstopper Überschuhe und 1 Paar Neoprenüberschuhe). Alleine fürs Umziehen brauche ich 20 Minuten. Und das alles bei Temperaturen die einem die Finger einfrieren lassen. Dann packe ich noch Werkzeug für unterwegs ein, sprich Nietgerät, Niete, Seitenschneider, 4 Schläuche, Luftpumpe, 2x Inbus). Achja, meine Reifenheber fehlen noch, nach ca. zehn Minuten suchen, finde ich sie doch noch. Mittlerweile ist es 5:15 Uhr, schnell noch Wertsachen und Autoschlüssel verstaut und nichts wie ab zum Start. Dort warten schon die Busse abfahrbereit. Hier werden die Räder in großen Anhängern verstaut und dann gehts ab zum Start. Nichts wie rein in den warmen Bus, denn mittlerweile bin ich wirklich durchgefroren. Da tut die einstündige Busfahrt von Oudenaarde nach Brügge richtig gut und mir wird wieder warm.

Schließlich hält der Bus in Brügge am Fußballstadion (dem Start) an und wir bekommen unsere Räder. Gegen 6:45 gehts also auf die Strecke. Ich habe das Gefühl die Meisten sind noch total verschlafen und haben keine Lust auf Radfahren. Zunächst kurvt man ersteinmal ca. zehn Kilometer durch Brügge und seine schöne Innenstadt, bevor man endlich auf dem großen Markplatz am offiziellen Start ankommt. Hier ballert eine wichtige Person ununterbrochen mit einer Pistole in die Luft, also gehts jetzt richtig los.

Zunächst fahre ich ca. zehn bis 20 km in einer kleinen langsamen Gruppe um aus dem Stadtgebiet von Brügge rauszukommen. Dann gehts auf einer breiten Nationalstraße immer in Richtung Süden. Jedoch ist hier viel Verkehr und die Jedermännder müssen auf dem Radweg fahren, der mit vielen Hindernissen gespickt ist (Betonpoller oder Begrenzungspfosten). Somit sind die ersten 50-60 km ziemlich gefährlich. Eine gute Gruppe habe ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht. Die Jungs lassen es langsam angehen, das Tempo dümpelt um die 27. Bei km 30 ungefähr kommt eine Gruppe von Spaniern vorbeigezogen und ich springe in diese Gruppe. Die haben Zug drauf, mit über 30 Sachen und leichtem Rückenwind gehts also in Richtung Ost Flandern.

Bei Kilometer 40 kommt die erste Verpflegung. Erschöpfung ist hier nicht zu spüren, nur mein rechter Fuß war „leicht kalt“ geworden, somit füllte ich nur kurz meine Pulle wieder, aß etwas und dann ging es weiter. Von Verpflegung Nummer eins bis zu Nummer zwei bei Kilometer 70 gibt es nicht viel zu berichten. Wir fahren weiterhin viel auf Radwegen, auf einer breiten Nationalstraße. Die Beine fühlen sich gut an und der Puls liegt immer bei ca. 135-150 Schlägen.

Nach der zweiten Verpflegung, irgendwann bei Kilometer 80 beginnen wir leicht in Richtung Osten zu fahren und der Wind kommt von der Seite. Die kleinen flämischen Ortschaften sind schon zu sehen. Auf den ersten 100 km sammelt man eigentlich nur Kilometer, es gibt keine nennenswerten Hindernisse. Ich fahre ganz selten im Wind, meistens verstecke ich mich und bediene mich anderer Leute als Lokomotive. Als wir wieder in Ostflandern sind, fängt es an viele Richtungswechsel zu geben. Meine Gruppen wechseln ständig und der Wind wird ein Faktor.
Einmal habe ich Glück und eine Art belgisches Team überholt meine Gruppe. Die Jungs machen ordentlich Dampf. Irgendwann reißt die große Gruppe aber auseinander und ich bin abgehängt. Einer von dem Team hat aber auch den Anschluss verpasst und versucht nun verzweifelt nach vorne zu seinen Kameraden zu kommen. Die bolzen vorne wie blöde Tempo und hinten kämpft ihr Kumpel um den Anschluss.^^ Natürlich hänge ich mich da dran. Das Ganze geht über zehn Kilometer so, bis wir endlich an der schnellen Gruppe wieder dran sind.

Mein Puls geht jetzt schon ständig über 170, ich fühle mich aber noch wohl. Dann geht es bei Kilometer 108 in die erste Helling, den Tiegemberg. Der ist zum Glück asphaltiert und lässt sich gut fahren. Es folgen dann ständig Richtungswechsel und viele flache Kopfsteinpflasterstücke. Diese Passagen lassen sich sehr gut fahren. Bei km 134 kommt dann die dritte Verpflegung. Auf einem Industrieglände stehe ich eine halbe Ewigkeit an um meine RTF Karte abstempeln zu lassen.
Danach gehts dann richtig zur Sache. Mit dem Koppenberg stand ein berühmter Anstieg auf dem Programm.
Unten rein gings auch recht gut, doch in der schmalen Hohlgasse hat man keine Chance, wenn zwei Leute absteigen. So musste ich auch dort hochschieben. Was teilweise schneller als fahren ist, jedoch ist es nicht so einfach mit den Cleats auf den Pflastersteinen zu laufen. Später konnte ich dann wieder aufsteigen und hochfahren.

Ab Kilometer 140 bauen sich die Hellingen nach und nach vor einem auf. Mit der nächsten Helling hatte ich so schnell gar nicht gerechnet, ich hatte gerade noch eine Waffel in der Hand, als es schon aufs Pflaster ging.^^ Insgesamt funktionierte meine Taktik aber sehr gut. In den Hellingen bin ich Vollgas gefahren und danach habe ich dann versucht mich zu erholen. Was auch sehr gut klappte. Der tote Punkt kam bei ca. Kilometer 160-170. Danach kam zum Glück bald eine Verpflegung, wo ich mich erholen konnte und wervolle Energie getankt habe.

Kurioserweise waren es so viele Hellingen, dass ich mich gar nicht mehr an alle genau erinnern kann. In Erinnerung ist mir besonders der Taienberg, also der Lieblingsberg von Tommeke, geblieben. Rechts neben der Fahrbahn ist eine kleine Regenrille, in der Boonen regelmäßig attackiert, ich hatte aber schon Probleme da drin das Gleichgewicht zu halten. Auch der Eikenberg ist sehr fies. Man fährt erst rein und es ist flach, doch dann kommt nach ca. 500m eine Rechtskurve und man steht in einer steilen Wand. Nach der vierten Verfpflegung war ich wieder richtig gut erholt und die Beine wurden immer besser. In den Anstiegen konnte ich Boden gut machen und auch auf den Flachstücken hatte ich mit mal verdammt viel Zug aufm Pedal. Richtig Laune machen natürlich die Abfahrten von den Bergen. Die lassen sich fast alle komplett einsehen und man kanns knallen lassen. Von der vorletzten Verpflegung bis zu Berg Ten Houte (km 210) habe ich mich also richtig ausgetobt.

Schließlich merkte ich dann doch die Beine langsam wieder. Und dann kam nach meinem Empfinden der härteste Anstieg der Ronde, der Kruisberg. Der Anstieg hat mich zunächst sehr an den Falkenfelsen bei LBL erinnert. Man fährt durch eine scharfe Rechtskurve, dann hat es schon 7-8% bis zum Ende der ersten Geraden. Anschließend kommt eine langgezogene Rechtskurve, in der die Steigung nicht sinkt. Und nach dieser Kurve kommt ein ca. 500-600m langes, gerades Pflasterstück wo die Steigung nicht mehr unter 8% fällt. Das alles auf dem Pflaster, wo man nicht mal in den Wiegetritt gehen kann, das schmerzt in den Beinen. Am Ende der geraden denke ich, der Anstieg ist geschafft, nein! Wir biegen nach rechts auf einen schmalen Radweg an einer Nationalstraße ab, wo es bis zu einer Kuppe nochmal 300-400m mit ca. 6% geht. Das Ding hat mir den Saft aus den Knochen gezogen. Nach der nächsten Helling, der Karnemelbeekstraat kam oben direkt die rettende letzte Verpflegung. Da hatte ich eine Pause auch dringend nötig.

Zum Glück hatte diese Helling kein Pflaster, sondern nur Asphalt zu bieten aber die 1500m da hoch mit max. 10% haben gereicht, dass ich oben an der Kontrollstation komplett blau war. Ich habe dann versucht was zu essen. Doch nach 230 km und 9 Stunden im Sattel fängt irgendwann der Magen an zu rebellieren. Irgendwie habe ich mir da noch ein Gel reingedrückt. Also noch einmal die Pulle aufgefüllt und ab ging es ins Finale. Es standen noch der Alte Kwaremont und der Paterberg auf dem Programm.

Es muss wohl schon um 17:30 Uhr gewesen sein, als ich am letzten Verpflegungspunkt durch bin. Jedenfalls schlug das Wetter plötzlich um. Es fing leicht an zu schneien und der Wind dreht plötzlich asig kalt auf. Vom letzten Kontrollpunkt fährt man nur noch eine Abfahrt und dann ist man quasi schon im Kwaremont. Dementsprechend ging bei mir im Kwaremont, mit den auf der Abfahrt ausgekühlten Beinen, kaum noch was. Das erste Stück unten ist sehr moderat und gut asphaltiert. In der Mitte wirds mit bis 10% verdammt schwierig auf dem Pflaster, dann wieder ein kurzes Flachstück, damit es dann im Ort oben nochmals mit 4-5% ansteigt. Da war ich froh, als ich oben war. Es fehlte also nur noch der Paterberg, Helling Nummer 17. Gesagt getan. Man kommt aus einer langen und schnellen Abfahrt zum letzten Hindernis. Ich hatte den Anstieg noch gar nicht auf dem Schirm, als vor mir bereits alle aufs kleine Blatt gingen. In der Rechtskurve, in der es letztes Jahr John Degenkolb abgeräumt hat, muss man echt aufpassen. Vor mir fuhr eine kleine Gruppe, an der ich schnell vorbei fuhr um an dem 20% Stück nicht absteigen zu müssen. Gesagt getan, das Steilstück ist auch gerade mal 100-200m lang. Da konnte ich die 34/27 sehr gut drüber drücken.

Damit waren die Schwierigkeiten geschafft. Die Abfahrt vom Paterberg war richtig schnell und dann gings durch eine Ortschaft auf eine breite Nationalstraße, wo ich in einer 10-15 köpfigen Gruppe fuhr. Jedoch hatten wir Gegenwind und die Jungs fuhren nur so 27 km/h. Das war mir zu langsam, ich wollte auf den letzten 15 km nochmal alles raushauen. Als es dann auch zwei anderen Jungs zu langsam wurde und die aus der Gruppe raussprangen, konnte ich nicht mitgehen, da ich eingebaut war. Doch plötzlich kam von hinten ein Auto mit ca. 40 km/h, da bin ich dann mit zwei anderen noch in den Windschatten. Jedoch beschleunigte der Wagen recht schnell auf 50 Sachen, so dass ich ihn nicht mehr halten konnte. Somit waren die zwei Jungs weg und die Gruppe würde mich wieder auffahren. Zum Glück kam in dem Moment ein zweites Auto, wo ich mich widerrum in den Windschatten hängen konnte. Der Fahrer beschleunigte sehr sanft auf 45-50 km/h, so dass ich meine zwei Begleiter schnell wieder einholte. So warens dann nur noch 2 Kilometer ins Ziel und ich habe das Ding ausrollen lassen.

Im Ziel gabs dann erstmal eine Massage, Dusche und Fritten. Als ich von der Massage kam, wars auch schon dunkel.
Den gestrigen Tag durfte ich dann mit und beim Trainer genießen.

Fazit: -Ich kenne kaum ein so Radsportverrücktes Völkchen wie die Flamen
-Das Rennen muss man mal gefahren sein
-Die Ronde ist nicht so „schmerzintensiv“ wie Roubaix. Danach hatte ich 4-5 Tage Muskelkater.
-Die vielen Hindernis (Kreisverkehre, Radwegabgrenzungen, sowie Bodenwellen) machen das Rennen sehr gefährlich.
-10 Stunden auf dem Rad vergehen schnell, wenn man einmal seinen toten Punkt überwunden hat, kann man fast ewig fahren.
-Das Ganze ist super organisiert, da kommt kein deutsches Rennen ran.
Und, die Ronde ist optimales Intervalltraining. Da man die Hellingen immer Vollgas fährt, hat man immer 5-10 Minuten Intervalle.

Warum ich noch jetzt jeden Tag 2 Osterhasen kaufe…

Manchen ist es ja vielleicht bekannt, aber meine bessere Hälfte hat nicht selten eine ordentliche Migräne. Dem ist auch mit Medikation nicht beizukommen und wenn Sie da ist, kann man nix machen, als ihr ein möglichst ruhiges Umfeld schaffen und Schokolade für die Seele besorgen.

Am liebsten sind ihr da die Schokosaisonartikel eines bestimmten Herstellers. Gibt es die nicht, behilft man sich auch gerne mit M&Ms oder anderen Schokoladen, aber die goldenen Weihnachtsmänner und Osterhasen sind ihr schon am Liebsten.

Daher wird nach den Feiertagen – wenn es das Zeug dann auch noch zum halben Preis gibt – ordentlich zugeschlagen und ich mache mir natürlich auch ein wenig Gedanken, was die Leute im Supermarkt so denken, wenn ich die Hasen dort in größerem Umfang rausschleppe. Aber egal, was bei Migräne hilft, bzw. den Schmerz lindert, wird herangekarrt.

Ach und wenn jemand noch eine Idee hat, was man bei Migräne auch versuchen könnte. Immer her damit 🙂