Anreise

30h unterwegs von Haustür zu Haustür – Köln>Paris>Los Angeles>Tahiti – möglicherweise zumindest von der Entfernung her die weiteste Reise, die man machen kann. Einmal rund um den Globus.

Köln>Paris wie erwartet unspektakulär. Dort dann in den nächsten Flieger, was ebenso unaufgeregt stattfindet, lediglich die Menge an Menschen, die in eine solche Maschine passt, erstaunt mich immer wieder. Wir haben dank der guten Planung der besseren Hälfte so 2er Sitze, dass also auch erste Romantik aufkommen kann

Nach unserem letzten USA Flug nach San Francisco war ich von dem langen Flug und Jetlag komplett aus der Bahn geworfen. Ich erwartete für diese Reise eigentlich nicht, dass es besser sein würde, aber zumindest den Flug nach Los Angeles verpackte ich ganz gut, langsam kam jedoch leichte Müdigkeit auf. Die geschauten Filme (MiB3, Prometheus und Tribute von Panem) waren erstaunlich schlecht, zumindest von Prometheus hatte ich mehr erwartet. Bei der Panemgeschichte, musste ich immer an Didi Hallervorden in „Das Millionenspiel“ denken. Manche Geschichten werden wohl immer wieder erzählt.

Warum ich den kompletten Immigration-Krams in den USA durchlaufen habe, ist und bleibt mir ein Rätsel. Du stehst genauso in der Schlange wie Leute die monatelang durch die Staaten reisen, obwohl du lediglich den Flieger wechselst! Völlig unnötig. Nebenbei hatten wir das Problem, dass in unseren Unterlagen nirgendwo vermerkt war, wann genau der Flieger nach Tahiti abheben würde, wir ergo mit jeder verplemperten Immigrationminute nervöser wurden.

Es beruhigte lediglich, dass um uns herum genug Menschen aus unserem Flieger standen, die ebenfalls den Anschein erweckten, in die Südsee zu wollen. Die werden doch nicht diese ganzen Passagiere hier zurücklassen, sagten wir uns immer wieder und beruhigten uns so.
Den ganzen Kram durch, ging es aus dem Gebäude raus, links, Rolltreppe hoch hetzen und schon steht man wieder in einem anderen Gebäude wo die Auskunft der Mitarbeiterin etwas anderes sagt als die Schilder und man selbst nach gut 22 wachen Stunden – davon etliche unterwegs –  auch nicht mehr groß Entdeckergeist aufbringt, sondern sich in sein Schicksal fügt. Wird schon stimmen…  Und es stimmte. Endlich auch mal ein Monitor, der unsere Anspannung von einer auf die andere Sekunde löste. 45min bis Abflug, alles gut.

Der Besuch einer amerikanischen Flughafentoilette ist etwas, was ich schnellstmöglich aus meinem Gedächtnis streichen möchte, da entweder ein Land, das fähig ist zum Mars zu fliegen, nicht in der Lage ist seine Toiletten zu reinigen, oder aber jeder Fliegende grundsätzlich alle Manieren daheim lässt.
Es gibt Freeware Wifi und man setzt mal ein paar tweets ab und freut sich umso mehr, als dass der Flieger wg. technischer Probleme erstmal nicht abheben kann. 30min scheinen nicht weiter tragisch, Kaffee holen und mal Leute anschauen.

Grundsätzlich gehören wir ja eher zu den Menschen, die eher überpünktlich sind. Als ich einmal einen Flieger verpasst hatte, ärgerte ich mich so, dass dies mir nicht mehr wieder passieren sollte. Daher checken wir immer online ein, sind zeitig bei der Sicherheitskontrolle und auch pünktlich am Gate.
Dadurch bekommt man aber natürlich mit, was für Dramen sich abspielen, wenn Menschen durch einen Flughafen rennen und meinen, dass das Boarding jede Sekunde schließt. Ein Paar gefiel mir besonders, wo er mit Koffern bepackt wie ein Esel vorne weg rannte (!), während sie in pinkem Frotteetrainingsanzug beflipflopt versuchte, den Anschluss zu halten. Ok, wir hatten auch ein wenig verplant uns gesorgt, diese angsterfüllten Gesichter spielten aber in einer ganz anderen Liga. Nach 3 Paaren war dieses Schauspiel beendet und weitere 30min wurden angekündigt. Getreu dem Motto „was ich nicht ändern kann, darüber rege ich mich – insbesondere auf meiner Hochzeitsreise – nicht auf“,  wurde die Zeit tot geschlagen und wirklich ging es dann nach einer Stunde los Richtung Tahiti. Während des Fluges müssen wir ein Formular für den polynesischen Fremdenverkehrsminister ausfüllen, warum wir einreisen möchten… na da will man ja ehrlich bleiben.

Die letzte Etappe war dann mit 8h auch schnell hinter uns gebracht, sicher gelandet und beim Verlassen des Fliegers kam es mir direkt vor, als wenn ich eine Dampfsauna betrete. Schwül heisses Tropenklima, welches ich in dieser Form noch nicht kennengelernt habe.

In der Ankunftshalle spielen wirklich 2 ältere Herren auf ihren Ukulelen und eine Dame mit Blumen behangen tanzt dazu. Die bessere Hälfte ist begeistert, ich finde es nach 28h unterwegs eher surreal, es ist schließlich irgendwas mit 6h morgens Ortszeit. Hier auch wieder dauert das Einreiseprozedere ewig, man lernt wieder zu schätzen, was ein grenzfreies Europa eigentlich bedeutet, nach einer Stunde sind wir durch, schnappen uns unser Gepäck und verlassen das Flughafengebäude, wir sind auf Tahiti!

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Ein Gedanke zu “Anreise

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