Rund um Köln, die Strecke Teil 1

Wurde nun schon 2mal gebeten auch mal kurz etwas zur Strecke, zu den Straßenverhältnissen, der Streckenführung usw. zu schreiben und wenn etwas gewünscht wird, komme ich dem natürlich auch gerne nach. Nachfragen wie immer gerne. Der 2. Teil geht dann Anfang der kommenden Woche online.

Ein paar Infos vorab. Den ersten Teil der Strecke fahre ich nicht mehr vorher ab! Der Grund ist recht simpel, man darf da als normaler Radfahrer einfach sonst nicht fahren 🙂 Da es allerdings ja nicht die erste Teilnahme ist, bilde ich mir ein die Strecke gut genug zu kennen, um diese einigermaßen beschreiben zu können.

Weiterhin noch als Anmerkung. Ich bin mittlerweile uneitel genug eine 3fach mit 11-25 zu fahren. Alle Vorzüge von 2 fach Schaltungen sind mir bekannt und mit Sicherheit auch richtig, allerdings sogar bei rund um Köln bin ich manchmal froh, eine 3fach mein Eigen nennen zu dürfen.

Selbestverständlich beschreibe ich die lange Runde, wer nur die kurze fahren möchte, dem sei aber auch geholfen, einfach den entsprechenden Abschnitt überspringen.

Vom Start weg geht es traditionell los, als würde man sich in einer Horde Büffel befinden! Am Rheinufer entlang fährt man auf 2spuriger guter Straße und in den ersten Kilometern sollte eigentlich nichts passieren. Nach gefühlten 2min geht es in den Rheinufertunnel ebenso gute Straße, Vorsicht bei der Ausfahrt. Alles schon gerade und unkompliziert, wer aber nicht genug Schwung mitnimmt, und das kann leicht passieren wenn man die Stelle nicht kennt, dann bleibt man an der Kuppe hängen, Von hinten rauschen die Anderen heran und schon hat man den ersten Crash. Alles schon erlebt!

Weiter auf der 2 spurigen Straße kommt man erstmals zum durchatmen. Wenn man zu mehreren unterwegs ist ein guter Punkt um nach den Anderen zu schauen und sich zu sammeln, falls man sich verloren haben sollte. 

Dann geht es auf die Mühlheimer Brücke. Typische Brückenauffahrt, es geht leicht bergauf die Brücke selber ist etwas schmaler, links und rechts hohe Bürgersteige, sehr aufmerksam sein, letztes Jahr waren wir hier in einen bösen Sturz mehr oder weniger verwickelt weil sich alles gestaut hatte.

Nach der Brücke direkt 90° links und 100m weiter 90° rechts. Da man mit Speed kommt auch hier aufpassen.

Im Folgenden fährt man durch Köln Mühlheim und weitere Kölner Vororte. Der wie ich finde unschönste Streckenabschnitt, aber irgendwie muss man ja raus kommen aus der Stadt. Definitiv gilt es hier aufmerksam zu fahren, Hände an die Bremsen und immer auf enge Kurven und Kreisverkehre gefasst sein.

Irgendwann ist man dann Gott sei Dank in Dünnwald angekommen, man wird so ca 12km bereits geschafft haben, und mit der Auffahrt zum Altenberger Dom beginnt für mich immer Rund um Köln erst so richtig. Auffahrt ist jetzt leicht übertrieben, sind es doch nur geschätzte 50HM auf etwa 3km verteilt, alles ganz bequem auf dem großen Blatt zu treten,

Oben angekommen, kann man bei der Abfahrt problemlos Vollgas geben. Breite Straße die zumindest am Anfang noch gut ist, nach dem Kreisverkehr – wo ich im letzten Jahr den Abflug gemacht habe –  gibt es in der Mitte der Straße ein paar Spurrillen. Also Vollgas, zumeist trifft man hier auch auf größere Gruppen. Nach dem 2. Kreisverkehr geht es dann scharf nach rechts, alles zumeist gut abgesperrt, also nicht schlimm. Jetzt beginnt der Aufstieg hoch nach Bechen hoch zu Esel.

Wie lang dieser Anstieg so richtig ist, das streiten sich die Geister. Strava sagt mir, dass der Anstieg 10km lang ist, und man dabei rund 180HM überwindet. Ist jetzt auch kein Alpenpass will ich mal behaupten, unangenehm ist nur, dass es nach hinten raus immer steiler wird. Nie wirklich schlimm, aber unten fährt man noch mit Elan und großem Blatt, während man dann später doch gerne mal das mittlere bemüht. Gut ist, sobald man die Kirche sieht, hat man ein Ziel vor Augen, dort liegt der höchste Punkt, man kann sich also darauf einstellen und die letzten Kräfte mobilisieren.

Man fährt geschätzte 2-3km in Bechen völlig ereignislos durch die Gegend, lediglich der Wind der manchmal stark weht macht es unangenehm. Es wird nach links abgebogen und rein in die Abfahrt. Im ersten Teil Vollgas fahren, so kommt ihr auch über den leichten Gegenanstieg. Bei der Tankstelle rechts kommt ihr in den 2. Teil und da sagt das Schild mehr als alle Beschreibungen es ausdrücken können (das Bild ist vom letzten Samstag)

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Fahrt schnell aber aufmerksam, sowohl links als auch rechts ist die Straße zumeist OK, ich habe den Eindruck in der Mitte ist es am Schlimmsten. Unten im Ort gibt es eine unschöne Verkehrsinsel und rechts ein paar gemeine Gullys, Obacht. Ansonsten folgt ein Stück durch den Wald, welches sich gut fahren lässt. Mein Rat, fahrt in einer Gruppe, wechselt euch gut und schnell ab und schaut, dass ich euch was ausruht, Es folgt:
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Es ist mit etwa 700m Länge für die man 2-3.5min braucht eher ein Stich, aber einer der weh tun kann. Hier hat schon so mancher geschoben. Unten geht es mittelsteil rein und wird nach oben hin immer steiler. Sehr materialunfreundlich fahre ich unten mit kleinstem Blatt und kleinstem Ritzel rein und schalte dann langsam immer höher, bis ich da angelangt bin wo nix mehr geht. Wenn ihr im bebauten Teil die S Kurve durchfahren habt und das Hotel geradeaus vor Augen, dann habt ihr es geschafft! 

Nach 200m geht es daran in eine dieser Abfahrten die man so weniger gerne fährt. Man kann sie eigentlich mit Vollgas nehmen, da man die Straße aber nicht sehr weit einsehen kann, bleibt immer ein kleines ungutes Gefühl bei der Sache. Im unteren Bereich wurde zumindest die Straßendecke erneuert. Im folgenden Ortwar in den letzten Jahren die Streckenführung immer ein wenig verändert, daher kann ich da noch nicht wirklich etwas zu sagen, Fakt ist aber, dass man sich zumeist viel früher im Anstieg zum Schlosshotel befindet, als man es vorher gedacht hat. Sobald man denk, ho hier geht es ja bergauf, sollte man überlegen auf das mittlere Blatt zu schalten, denn auch dieser Anstieg wird nach oben hin immer steiler und schwerer. Die letzten 100m auf dem Kopfsteinpflasterstück sind nur das Sahnehäubchen. 
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Für die 60km – die ja eigentlich 69km sind – ist es dann eigentlich geschafft. Ab da heisst es nur noch Vollgas. Was folgt ist ein Stück wellig durch den Forsbacher Wald, ein kleiner Gegenanstieg und dann Vollgas bergab Richtung Schmitze Bud.

Nach dem Gegenanstieg wird die Straße wieder etwas schlechter, vor allen Dingen wieder in der Mitte sind teilweise große Spurrillen und auch Löcher. Fahrt also wirklich vorsichtig. Im Training fährt man da ohne sich anzustrengen immer locker mit 40km/h rum, im Rennen deutlich schneller und ich habe schon oft von bösen Stürzen hier gehört.

Am Ende dieses Stückes trennen sich die 60km Strecke und die 120km Strecke. Die 60er biegen rechts ab, kommen nach 2km an der berühmten Schmitze Bud vorbei
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und fahren durch die Kölner Vororte zurück zum Rheinufer. Es kommt noch mancher Kreisverkeht, die Straßen sind teilweise nicht sehr breit, aber meistens ist es so, dass man mit der gleichen Gruppe die sich am Schloss gebildet hat bis am Ende ins Ziel fährt und daher als Gruppe auch schnell funktioniert. 

Am Ende noch über die Severinsbrücke, Vorsicht bei der Einfahrt auf die Zielgerade, da wird es nochmal eng und man hat es geschafft.

Im nächsten Teil dann beschreibe ich die Extraschleife der 120km Runde, die natürlich in Wahrheit auch etwas länger ist und 126km hat.

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