Krank sein nervt!!!

Grippaler Infekt! Toll!

Ob ich mich bei der Ausfahrt am letzten Samstag verkühlt habe, oder im Büro angesteckt wo mittlerweile fast alle dahingerafft sind, man weiss es nicht. Ändert auch nix am Ergebnis.

Den gestrigen Donnerstag und heutige Freitag hatte ich mir schon vor längerem frei genommen, vor allen Dingen um vor Rund um Köln nochmal ein paar richtig harte Kilometer zu fahren, voll Power die Berge im Bergischen. 

Das kann ich jetzt erstmal knicken.

Selbst habe ich bisher kaum Erfahrung mit solchen Infektkrankheiten vor einem Rennen, daher weiss ich auch nicht, wie sehr die Form jetzt im Keller ist. Ich hoffe, dass ich zumindest die Verabredeung am kommenden Sonntag einhalten kann und mich nicht komplett blamiere. 

Was Rund um Köln in 10Tagen dann bringt, dass steht wohl in den Sternen. 

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Rund um Köln, die Strecke Teil 1

Wurde nun schon 2mal gebeten auch mal kurz etwas zur Strecke, zu den Straßenverhältnissen, der Streckenführung usw. zu schreiben und wenn etwas gewünscht wird, komme ich dem natürlich auch gerne nach. Nachfragen wie immer gerne. Der 2. Teil geht dann Anfang der kommenden Woche online.

Ein paar Infos vorab. Den ersten Teil der Strecke fahre ich nicht mehr vorher ab! Der Grund ist recht simpel, man darf da als normaler Radfahrer einfach sonst nicht fahren 🙂 Da es allerdings ja nicht die erste Teilnahme ist, bilde ich mir ein die Strecke gut genug zu kennen, um diese einigermaßen beschreiben zu können.

Weiterhin noch als Anmerkung. Ich bin mittlerweile uneitel genug eine 3fach mit 11-25 zu fahren. Alle Vorzüge von 2 fach Schaltungen sind mir bekannt und mit Sicherheit auch richtig, allerdings sogar bei rund um Köln bin ich manchmal froh, eine 3fach mein Eigen nennen zu dürfen.

Selbestverständlich beschreibe ich die lange Runde, wer nur die kurze fahren möchte, dem sei aber auch geholfen, einfach den entsprechenden Abschnitt überspringen.

Vom Start weg geht es traditionell los, als würde man sich in einer Horde Büffel befinden! Am Rheinufer entlang fährt man auf 2spuriger guter Straße und in den ersten Kilometern sollte eigentlich nichts passieren. Nach gefühlten 2min geht es in den Rheinufertunnel ebenso gute Straße, Vorsicht bei der Ausfahrt. Alles schon gerade und unkompliziert, wer aber nicht genug Schwung mitnimmt, und das kann leicht passieren wenn man die Stelle nicht kennt, dann bleibt man an der Kuppe hängen, Von hinten rauschen die Anderen heran und schon hat man den ersten Crash. Alles schon erlebt!

Weiter auf der 2 spurigen Straße kommt man erstmals zum durchatmen. Wenn man zu mehreren unterwegs ist ein guter Punkt um nach den Anderen zu schauen und sich zu sammeln, falls man sich verloren haben sollte. 

Dann geht es auf die Mühlheimer Brücke. Typische Brückenauffahrt, es geht leicht bergauf die Brücke selber ist etwas schmaler, links und rechts hohe Bürgersteige, sehr aufmerksam sein, letztes Jahr waren wir hier in einen bösen Sturz mehr oder weniger verwickelt weil sich alles gestaut hatte.

Nach der Brücke direkt 90° links und 100m weiter 90° rechts. Da man mit Speed kommt auch hier aufpassen.

Im Folgenden fährt man durch Köln Mühlheim und weitere Kölner Vororte. Der wie ich finde unschönste Streckenabschnitt, aber irgendwie muss man ja raus kommen aus der Stadt. Definitiv gilt es hier aufmerksam zu fahren, Hände an die Bremsen und immer auf enge Kurven und Kreisverkehre gefasst sein.

Irgendwann ist man dann Gott sei Dank in Dünnwald angekommen, man wird so ca 12km bereits geschafft haben, und mit der Auffahrt zum Altenberger Dom beginnt für mich immer Rund um Köln erst so richtig. Auffahrt ist jetzt leicht übertrieben, sind es doch nur geschätzte 50HM auf etwa 3km verteilt, alles ganz bequem auf dem großen Blatt zu treten,

Oben angekommen, kann man bei der Abfahrt problemlos Vollgas geben. Breite Straße die zumindest am Anfang noch gut ist, nach dem Kreisverkehr – wo ich im letzten Jahr den Abflug gemacht habe –  gibt es in der Mitte der Straße ein paar Spurrillen. Also Vollgas, zumeist trifft man hier auch auf größere Gruppen. Nach dem 2. Kreisverkehr geht es dann scharf nach rechts, alles zumeist gut abgesperrt, also nicht schlimm. Jetzt beginnt der Aufstieg hoch nach Bechen hoch zu Esel.

Wie lang dieser Anstieg so richtig ist, das streiten sich die Geister. Strava sagt mir, dass der Anstieg 10km lang ist, und man dabei rund 180HM überwindet. Ist jetzt auch kein Alpenpass will ich mal behaupten, unangenehm ist nur, dass es nach hinten raus immer steiler wird. Nie wirklich schlimm, aber unten fährt man noch mit Elan und großem Blatt, während man dann später doch gerne mal das mittlere bemüht. Gut ist, sobald man die Kirche sieht, hat man ein Ziel vor Augen, dort liegt der höchste Punkt, man kann sich also darauf einstellen und die letzten Kräfte mobilisieren.

Man fährt geschätzte 2-3km in Bechen völlig ereignislos durch die Gegend, lediglich der Wind der manchmal stark weht macht es unangenehm. Es wird nach links abgebogen und rein in die Abfahrt. Im ersten Teil Vollgas fahren, so kommt ihr auch über den leichten Gegenanstieg. Bei der Tankstelle rechts kommt ihr in den 2. Teil und da sagt das Schild mehr als alle Beschreibungen es ausdrücken können (das Bild ist vom letzten Samstag)

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Fahrt schnell aber aufmerksam, sowohl links als auch rechts ist die Straße zumeist OK, ich habe den Eindruck in der Mitte ist es am Schlimmsten. Unten im Ort gibt es eine unschöne Verkehrsinsel und rechts ein paar gemeine Gullys, Obacht. Ansonsten folgt ein Stück durch den Wald, welches sich gut fahren lässt. Mein Rat, fahrt in einer Gruppe, wechselt euch gut und schnell ab und schaut, dass ich euch was ausruht, Es folgt:
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Es ist mit etwa 700m Länge für die man 2-3.5min braucht eher ein Stich, aber einer der weh tun kann. Hier hat schon so mancher geschoben. Unten geht es mittelsteil rein und wird nach oben hin immer steiler. Sehr materialunfreundlich fahre ich unten mit kleinstem Blatt und kleinstem Ritzel rein und schalte dann langsam immer höher, bis ich da angelangt bin wo nix mehr geht. Wenn ihr im bebauten Teil die S Kurve durchfahren habt und das Hotel geradeaus vor Augen, dann habt ihr es geschafft! 

Nach 200m geht es daran in eine dieser Abfahrten die man so weniger gerne fährt. Man kann sie eigentlich mit Vollgas nehmen, da man die Straße aber nicht sehr weit einsehen kann, bleibt immer ein kleines ungutes Gefühl bei der Sache. Im unteren Bereich wurde zumindest die Straßendecke erneuert. Im folgenden Ortwar in den letzten Jahren die Streckenführung immer ein wenig verändert, daher kann ich da noch nicht wirklich etwas zu sagen, Fakt ist aber, dass man sich zumeist viel früher im Anstieg zum Schlosshotel befindet, als man es vorher gedacht hat. Sobald man denk, ho hier geht es ja bergauf, sollte man überlegen auf das mittlere Blatt zu schalten, denn auch dieser Anstieg wird nach oben hin immer steiler und schwerer. Die letzten 100m auf dem Kopfsteinpflasterstück sind nur das Sahnehäubchen. 
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Für die 60km – die ja eigentlich 69km sind – ist es dann eigentlich geschafft. Ab da heisst es nur noch Vollgas. Was folgt ist ein Stück wellig durch den Forsbacher Wald, ein kleiner Gegenanstieg und dann Vollgas bergab Richtung Schmitze Bud.

Nach dem Gegenanstieg wird die Straße wieder etwas schlechter, vor allen Dingen wieder in der Mitte sind teilweise große Spurrillen und auch Löcher. Fahrt also wirklich vorsichtig. Im Training fährt man da ohne sich anzustrengen immer locker mit 40km/h rum, im Rennen deutlich schneller und ich habe schon oft von bösen Stürzen hier gehört.

Am Ende dieses Stückes trennen sich die 60km Strecke und die 120km Strecke. Die 60er biegen rechts ab, kommen nach 2km an der berühmten Schmitze Bud vorbei
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und fahren durch die Kölner Vororte zurück zum Rheinufer. Es kommt noch mancher Kreisverkeht, die Straßen sind teilweise nicht sehr breit, aber meistens ist es so, dass man mit der gleichen Gruppe die sich am Schloss gebildet hat bis am Ende ins Ziel fährt und daher als Gruppe auch schnell funktioniert. 

Am Ende noch über die Severinsbrücke, Vorsicht bei der Einfahrt auf die Zielgerade, da wird es nochmal eng und man hat es geschafft.

Im nächsten Teil dann beschreibe ich die Extraschleife der 120km Runde, die natürlich in Wahrheit auch etwas länger ist und 126km hat.

Anekdoten von „Rund um Köln“ Teil 2

Nachdem ich 2007 ausgesetzt hatt, war 2008 rund um Köln wieder fest eingeplant, aber Petrus machte uns einen Strich durch die Rechnung und somit kam ich zu zweifelhafter Fernsehberühmtheite. 

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/03/24/aks_02.xml

2009 dann hatte ich dann ebenso ein wenig Pech. 

Am Vortag des Rennens übersah ich beim Einsteigen in einen Zug die letzte Stufe, stolperte und landete extrem unsanft im Bahnabteil. Die Schürfwunden an den Schienenbeinen haben mir schöne Narben hinterlassen. Im Zug sitzend merkte ich dann auch, dass die Rippen etwas abbekommen hatten. Also am Abend noch schnell überprüfen lassen, dass nicht gebrochen ist, der Arzt meinte es wäre nichts durch, aber die Rippenprellung würde wohl ordentlich schmerzen. Mit Schmerzen kann man leben, also 12h nach dem Krankenhausbesuch stand ich an der Startlinien.

Wie erwartet schmerzten die Rippen ordentlich, aber durchgekommen bin ich und mein 30,6er Schnitt war auch ausreichend schnell, um sich keine Sorgen bzgl. des Besenwagens zu machen. Mit dem Besenwagen machte Kumpel Gernot fast Bekanntschaft. Da er etwas von einer Verpflegungsstation gelesen hatte, dachte er sich, dass er sich das Gewicht sparen kann und packte sich keine Verpflegung ein. Da die Verpflegungsstation allerdings nur für die Profis gedacht war, ging Gernot leer aus und fuhr in einen waschechten Hungerast rein. Nur ein paar KM vor Ende des Rennens musste er bei einer Bäckerei einkehren, nach eine Stück Erdbeere ohne Sahne und einem Bienenstich ging es dann weiter, kurz vor dem Besenwagen war er wieder auf der Strecke und schaffte es noch knapp ins Ziel. 

2010 dann hatte ich ebenso wieder einen 30,6er Schnitt, allerdings war durch die Verlegung der Strecke mit Start in Köln statt Leverkusen die Strecke rund 15km länger. Bei mir lief das Rennen eigentlich rund. Etwa nach Hälfte des Rennens merkte ich, dass es am Morgen wohl etwas viel Kaffee gab und ich musste kurz mal mich in die Büsche schlagen. In diesen paar Minuten hatte mich Kumpel Gernot überholt.Dieser fuhr die nächsten 20km immer etwa 50m-100m vor mir, ich hatte aber keine Chance dran zu fahren. Immer wieder wurde der Abstand ein wenig kürzer und nach schwerem Kampf war ich dann endlich auf ihn aufgefahren.

Er war völlig verdattert, dass ich von hinten aufschloss, hatte er mich doch weiter vorne erwartet. Gemeinsam ging es dann weiter. Am Kopfsteinpflasterstück des Schlosshotel Bensberg fuhr ein Polizeibegleitwagen vor uns. Gernot überholt todesmutig, schließt sich einer größeren Gruppe an und ich verliere den Anschluss. Im weiteren Verlauf komme ich schlicht nicht mehr an die Gruppe ran. Fahre wie ein Irrer und als wenn es nur noch in paar km wären, aber keine Chance. Irgendwann gebe ich entnervt auf, dass alleine im Wind fahren setzt mir zu. Bei der nächsten Gruppe schließe ich mich an und rolle ins Ziel.

2011 dann mit dem Team Muax auf die kleine Runde gegangen, in einem früheren Post hatte ich ja davon schon berichtet.

2012, wir werden sehen.

 

 

Rund um Köln… noch 19 Tage!!!

Wie jedes Jahr ist man doch erstaunt, wenn Rund um Köln vor der Tür steht, der Frühling hat noch nicht richtig begonnen und das erste Rennen soll schon stattfinden…

Natürlich wird daher auch in den nächsten 19 Tagen mein Heimrennen hier Thema Nummer 1 sein. Wenn es das Wetter zulässt – und danach sieht es ja im Moment aus – werde ich am kommenden Wochenende mir mal die Strecke genauer anschauen. Nicht das ich diese nicht weitgehend schon kennen würde. Aber immer wieder hofft man ja doch, dass die teilweise spektakulär schlechten Straßen im Bergischen wieder ausgebessert werden.

Aber bis dahin, will ich mal die Anekdoten der letzten Jahre gesammelt hier veröffentlichen, war es doch nie langweilig bei dem schönsten Jedermannrennen. Leider musste ich feststellen, dass ich nicht mehr bei jeder Geschichte genau weiss, in welchem Jahr es sich ereignete, aber eigentlich auch egal 🙂

2005 war zumindest das erste Jahr. Etwa 7 Wochen vorher hatte ich mich entschlossen mit dem Rennrad fahren zu beginnen, da mir das Laufen auf Dauer zu langweilig wurde. Erstmal vorsichtig, wer weiß schließlich ob mir der Sport den ich als Fernsehzuschauer schon liebte auch in der Praxis gefällt, schoss ich mir bei ebay für 150€ (!) einen alten Stahlhobel mit Rahmenschaltung (!) und einer sehr abenteuerliche Übersetzung. Vorne 53/42 und hinten 11-25 standen zur Verfügung, das musste damals reichen.

Bei den ersten Ausfahrten im Bergischen Land wurde mir von Freunden die schon länger fuhren die Angst genommen, diese 60km im vorgegebenen Schnitt zu packen. Wir hatten sogar für unser „Team“ eigene Trikots und so war es wie heute, in den letzten Tagen stieg die Vorfreude.

An das Rennen selber erinnere ich mich kaum noch. Der Start war damals noch in Leverkusen und vor Ort war ich glatt so aufgeregt, dass ich vergessen hatte den Rucksack mit warmer Kleidung abzugeben und fuhr so das Rennen mit Rucksack 🙂 Auch erinnere ich noch, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, alles würde furchtbar schnell gehen und auch furchtbar schnell vorbei sein… In Sand wuchtete ich meine nicht wirklich Berg taugliche Übersetzung hoch und nach dem Schloß war es wie im Geschwindigkeitsrausch (32er Schnitt)

Nach dem Rennen war für mich definitiv klar, dass die mein Sport ist. Keine Frage! Im gleichen Jahr fuhr ich noch den Henninger Turm, den Schwarzwald GP, 4 Runden bei der Rad am Ring RTF (man bedenke mit dieser Übersetzung) und am Ende noch die Cyclassics. Aber viel wichtiger am Ende, ich fand meine Radlerbraut 🙂

2006 ging es dann natürlich auf die große Runde. Aber ganz ehrlich, so richtig weiss ich nichts mehr von diesem Rennen. Es schien ein Jahr gewesen zu sein welches ereignislos im positiven Sinne war.

2007 habe ich dann mal ausgesetzt. Das erste und einzige Jahr seit 2005. 

Im nächsten Blogpost werde ich dann einfach mal in unsortierter Reihenfolge ein paar weitere Geschichten berichten.

Wegen Nachfragen bzgl Rund um Köln

Ich bekam schon via twitter eine Anfrage und denke es könnte vielleicht auch für andere Starter interessant sein, daher hier auch nochmal ausführlich.

Ich werde die lange Strecke vor dem Rennen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch abfahren. Die ersten paar km werde ich mir sparen, aber diesen Teil kenne ich gut genug, um ihn auch beschreiben zu können ohne dort nochmal zu fahren.

Aber alles was sich im Bergischen abspielt, vor allen Dingen ob da mal das ein oder andere Loch in der Straße geflickt wurde, werde ich beschreiben, wie man an den Schlüsselstellen vielleicht besser zurecht kommt, hoffentlich ist dies für Nicht Streckenkundige eine Hilfe.

Wer eine spezielle Frage hat, immer gern!