Das Flinksterabenteuer oder wo ist die versteckte Kamera…

Also heute mal kein Radsport, sondern kurioses aus dem Alltag…

Nicht wirklich ein Jeck haben wir heute den Tag – neben 2,5h radeln – dazu genutzt unsere Wohnung ein wenig zu verschönern, bzw. die dafür nötigen Möbel erstanden. Da wir ja selbst nicht im Besitz eines Autos sind, kurzerhand eines geliehen.

Hier in Köln gibt es ja Flinkster, ein Mietwagenprojekt der deutschen Bahn. Bisher hat das bei uns immer reibungslos und perfekt geklappt. Bisher halt.

Man muss dazu wissen, dass man eine Karte hat, mit der man das vorher per website angemietete Auto öffnen kann, im Auto selber ist dann ein Schlüssel mit einem Chip, dessen Notwendigkeit sich mir noch nicht ganz erschlossen hat.

Jedenfalls einen schmucken Kombi gemietet, die bessere Hälfte radelt zum Unicenter wo dieser geparkt war, ich spring noch schnell unter die Dusche, da kommt auch schon der 1. Anruf, die Parkkarte sei nicht zu finden, die man jedoch benötigt um den Parkplatz zu verlassen. Bessere Hälfte ruft bei Flinkster an, ich mach mich schon zu Fuß auf den Weg, um Sie bei der Suche zu unterstützen. Das Ende vom Lied war, dass die Parkkarte weg war, wir bei Notfallhotline mit dem Schrankenwärter telefonierten und so mit 30min Verzögerung endlich den Parkplatz verlassen konnten. Das waren schon mehr Komplikationen als wir in unserer ganzen Flinksterzeit bisher hatten.

Es sollte aber noch besser kommen…

Alle Möbel erstanden, hatten wir das Problem, dass sich die Heckklappe des Astras nicht mehr schließen lies. Ok, mit irgendwelchen Bändern das ganze halbwegs provisorisch zugebunden, und mit offener Heckklappe und herausstehenden Möbeln die Schleichfahrt heim angetreten. Bei uns nur schnell ausgeladen fährt die bessere Hälfte zurück zum Unicenterparkplatz, dass Auto will ja wieder am ursprünglichen Platz geparkt werden. 

Wieder ein Anruf, bessere Hälfte kann ihre Flinksterkarte nicht mehr finden. Diese bleibt auch unauffindbar, ist aber zwingend notwendig, um das Auto zu verschließen. Dieses funktioniert nur, wenn Schlüsselchip in seiner Vorrichtung ist, und man eine Karte am Lesegerät von außen vorbeizieht.

Nach erneuten Gesprächen mit Flinkster, bleiben nur 2 Möglichkeiten. Zum HBF (am Rosenmontag!) und eine neue Karte beantragen, damit den Wagen verschließen, oder aber es mit meiner Karte verschließen. Ich setze mich natürlich aufs Rad, fahre schnell zu der mittlerweile leicht aufgelösten Dame und will als Retter in der Not lässig den Wagen mit meiner Karte verschließen und es tut sich nix. Nach div. Versuchen wiedermal ein Anruf bei Flinkster. Eine Art Checkliste durchgehend prüfe ich verschiedene Sachen und stelle fest, dass die bessere Hälfte nicht die Chipkarte in die notwendige Vorrichtung gesteckt hat, sondern vielmehr eine Art Schlüsselanhänger 🙂 Chip rein, aussteigen, Karte rüberziehen, es tut sich nix. 

Der nette Flinksterherr, bemüht sich sehr, aber wir kommen nicht weiter, lt. seiner Aussage scheint sich die „Bordelektronik“ komplett aufgehangen zu haben. 

Ich komme auf die Idee, einfach eine Buchung auf meine Karte anzulegen, die vorherige Buchung zu löschen und somit mit als Nutzer zu aktivieren. Helle Freude ob dieses Gedanken bei Flinkster, er führt dies durch und wir warten etwas, bis die ganzen Daten verarbeitet sind. Mittlerweile stehen wir schon eine geschätzte halbe Stunden auf dem Parkplatz und doktorn da rum. 

Alle Daten übertragen, es sollte nun funktionieren und es tut sich… nichts.

Ich soll in der Leitung bleiben, offensichlich ist mein Flinkster Freund mittlerweile auch ratlos und will sich Rat bei Kollegen holen. Er kommt mit einer neuen Idee. Ich solle:

1. Den Wagen anlassen.
2. Den Schlüssel mit Chip im Handschuhfach in die Vorrichtung stecken. 
3. Per Knopf am Schlüssel das Auto verriegeln. 

In diesem Moment muss ich den Herrn stoppen denn beim öffnen des Handschuhfachs, habe ich plötzlich die Klappe des Handschuhfachs in der Hand. 

Ich fasse zusammen. Ich sitze in einem Auto, dass ich nicht mehr verschließen lässt, mit aufgebrochenen Handschuhfach auf einem dunklen Parkplatz. Am Rosenmontag. Das wäre eigentlich der richtige Moment, für einen Polizisten mal vorbeizuschauen. Das wäre eine lange Erklärung geworden…

Der Flinksterfreund ist ein wenig fassungslos, meint den Schaden würde er eintragen, da solle ich mir jetzt keine Sorgen machen und wir arbeiten weiter seine Liste ab, Türen wieder auf, aussteigen, Karte drüber ziehen und… Oh Wunder! Der Wagen ist zu!!! 

Ekstatische Freude bei uns und dem Herrn in der Leitung. Wir wünschen uns allen noch einen schönen Abend und verabschieden und mit einem „Kölle Alaaf“ setzen uns auf unsere weniger kompliziert zu bedienen Räder und radeln heim. Ich winke zum Abschied noch den Kameras, die dort eigentlich zur Überwachung installiert sind, ob nicht irgendjemand die Aufzeichnung doch noch für die versteckte Kamera nutzt, man weiss es ja nicht so genau.

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