2. Tag Das Fußmarschdesaster

Dank Oropacs vom Geschnarche des Liebsten abgeschirmt, haben wir eine angenehme Nacht verbracht. Aufgestanden und erstmal trotz himmlischem Abendessen am Vortag, einen Mordshunger. Da wir kein Frühstück gebucht haben, weiss eigentlich nicht mehr warum, wahrscheinlich um Geld zu sparen, aber ich brauche ja immer Frühstück… naja… auf jeden Fall, machten wir uns auf den Weg ins Zentrum um irgendwo was zu essen zu finden. Das haben wir dann auch in einem billigen Touricafe, eingekesselt von Motorrad- bzw. Autoverleihen. Es gab Pain au chocolat, die lecker in der Microwelle warm gemacht wurden, so dass die Schoki innen fein schmolz.

Gestärkt brachen wir dann in Richtung Bushaltestelle auf, die wir auch recht flott gefunden haben. Ein wenig warten, dann mit haufenweise Amis per Bus zu dem wunderschönen Ort Oia chauffiert worden. Von dort habe ich ganz ambitioniert geplant eine 4-stündige Kraterwanderung (ca. 10 km) zu unserem Ort zurück zu unternehmen. Walkingschuhe angeschnürt, sind wir zunächst noch durch den Ort gewandelt. Gedanklich war ich schon so mit der Wanderung und meinen Zweifeln, die Strecke auch zu bewältigen, beschäftigt, dass ich schweren Herzens all die tollen Schmuckläden mit diversen Korallengehänge versucht habe, nicht zu beachten, so dass wir dann bald den Marsch antraten.
Hochmotiviert suchten wir den Pfad, der am Krater entlang führen sollte. Noch schnell einen Pfirsich und haufenweise Wasserflaschen gekauft, die ich dem Liebsten in die Tasche stopfte, damit ich möglichst wenig zusätzliches Gewicht schleppen musste. Meine Zweifel teilte ich in regelmäßigen Abständen – zunächst ungefähr im 4 Minuten Takt – dem Liebsten mit, der mich immer wieder beruhigte, dass ich das doch auf jeden Fall schaffen würde. Hinzu kommt, dass ich vor der Abfahrt mehreren Personen von meinem Vorhaben berichtete, damit ich auch genügend Druck hatte, den Weg zu schaffen… tja, ob das so sinnvoll war, sollte sich in der nächsten Stunde entscheiden…
Also, zunächst haben wir den Weg nicht gefunden. Sind also schon zu Beginn einen kleinen Umweg gegangen, was also schon einen Teil meiner Kräfte kostete… verärgert vor mich hingrummelnd folgte ich aber siegesgewiss dem Liebsten…
Dann begann das Drama… es ging bergauf… nicht einmal kurz ein paar Schritte bergauf, sondern einen langen, mir fast endlos erscheinenden Weg… Riesenärger, dachte ich mir… den Liebsten sah ich schon gar nicht mehr, da beschloss ich erstmal eine Pause zu machen… nach 2 Minuten hörte ich ihn rufen, es sei gar nicht mehr weit bis wir zum richtigen Weg gelangten, also machte ich mich wieder auf… der Schweiß tropfte… Riesenärger…
Oben angekommen, war ich schon völlig fertig. Wie sollte ich das nur schaffen, wenn ich jetzt schon ausser Atem war, wo wir doch gerade erstmal den Weg gefunden haben? Die beste Lösung: erstmal eine Zigarettenpause. Danach wieder hochmotiviert weiter. Aber es ging immer noch bergauf. Der Liebste faselte andauernd was von einer Kirche dort oben, dass wir die gleich erreichen werden und dass ich mich umdrehen sollte und wir doch schon 1/5 oder so des Weges geschafft hätten. Schwachsinn! Absoluter Schwachsinn! Es war noch elendsweit bis zu dieser verdammten Kirche irgendwo dort oben und der blöde Ort von dem wir gestartet sind, lag quasi zu meinen Füßen…
Verdammt, verdammt, warum habe ich Ochse eine solche Wanderung vorgeschlagen, bin ich denn von allen Guten Geistern verlassen?? Erstmal eine erneute Pause… Den Liebsten vorschicken, er soll mal schauen, wie weit es noch ist… Innerlich habe ich schon mit dem Gelingen dieser Unternehmung abgeschlossen, warum tu ich mir das an? Ist doch Urlaub! Als nach 5 Minuten der Liebste zurückkam, teilte ich ihm meinen Entschluss mit, aufzugeben.
Tja, was soll ich sagen… den ganzen Tag durfte ich mir anhören, was für ein Desaster das doch war und ich wurde des öfteren ausgelacht… naja… Hauptsache ich konnte die Qualen beenden. Insgesamt sind wir fast 2 Stunden gegangen, das finde ich auch schon super! Zurück sind wir dann wieder in dem Bus mit eine Horde von Amis zurückgefahren…
Wieder im Hotel erstmal unter die Dusche und dann in den Pool! Das war doch was ganz anderes als eine Wanderung! Whirl Pool angeschmissen und genossen!
Abends sind wir dann natürlich wieder in die tolle Taverne gegangen mit dem fantastischen Essen! Der Liebste hat wieder sein Bifteki gegessen. Ich habe mich schon den ganzen Tag auf ein Moussaka gefreut (eigentlich habe ich mir gesagt, dass ich es nur bekomme, wenn ich die Wanderung schaffe… aber was solls!). Tja, das Moussaka war gar nicht gut. Da war so ein blöder Blätterteig-Deckel drauf und auch sonst, war es einfach nicht lecker… versteh ich gar nicht, das vom Liebsten ist doch so fantastisch… naja… erstmal Ouzo hinterher!
Im Hotel dann wieder Backgammon mit einem Bierchen gespielt und dann nach diesem anstrengenden Tag fein eingeschlummert…

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