RuK das nicht stattgefundene Rennen…

Also in aller Ausführlichkeit.

Nachdem ich von Jörg aus Hamburg netterweise den Startplatz überlassen bekommen hatte machte ich mich Sonntag auf die Startnummer abzuholen. Das Training vorher war nicht gezielt, wie auch bei der nicht wirklich vorhandenen Saisonplanung, aber was solls, RuK ist ne Herzensangelegenheit und da fährt man auch nur so zum Spaß mit. Sonntag kalt aber herrlicher Sonnenschein, es wäre das ideale Rennwetter für diesen Zeitpunkt gewesen.

Der Wetterbericht sagte dann für Montag zumindest Trockenheit voraus, damit war ich schon vollkommen zufrieden. 5:45 dann aufstehen, in Ruhe 2-3 Kaffee und langsam den Körper hochfahren. Bin dann noch kurz zum Bäcker um zu schauen, wie sich das Wetter so richtig darstellt und da dachte ich noch die Welt ist noch in Ordnung, 1° aber trocken. Einzigst meine nicht wirklich vorhandenen langen Handschuhe machten mir Sorgen, aber die langen Windstopper mussten dann halt ausreichen.

Als ich um Punkt 8Uhr das Haus verließ, hatte sich mittlerweile leichter Schnee eingestellt, der sehr schnell stärker wurde. Für die 22km zum Start in Leverkusen hatte ich eine Stunde geplant, also immer noch ein Zeitpolster vorhanden, dass ich mir keine Sorgen machen musste, zu spät zum Start zu kommen. Schon auf dem Weg zum Start stand ich immer wieder vor der Entscheidung, auf der nassen Straße oder dem mit einer Schneedecke ausgestattetem Fahrradweg zu fahren. Die Füße froren langsam aber sicher ein und auf der Mühlheimer Brücke fand ich eine geschlossene Schneedecke vor. Als ich dort bei einem leichten Anstieg mal fester in die Pedale trat, drehte das Hinterrad direkt durch! Natürlich dachte ich mehrfach darüber nach wieder umzudrehen, machte ja nicht wirklich Sinn, andererseits hätte es je sein können, dass das Wetter wieder umschlägt und dann im Sonnenschein in Kürze alles wieder wegtaut…

Auf der B8 Richtung Leverkusen fuhren in den letzten Jahren immer große Gruppen von Rennern zusammen, in diesem Jahr quälte man sich über den zugeschneiten Radweg, immer mal wieder einen anderen Fahrer treffend, manche kamen einem auch entgegen die offensichtlich schon entschieden hatten nicht zu starten.

Langsam lief mir auch die Zeit davon, im Schnee kam man ja nicht wirklich gut voran. Um Punkt 9.15Uhr bog ich dann in die Startbox ein, allerdings hört ich schon die Durchsage, das das Rennen erstmal nicht gestartet wird, dass man bitte in die Bayer Baskeballhalle fahren soll und dann dort weitere Informationen bekommen sollte. Also vom Callenge Start zum Profistart etwa 1km fahren, und in die Halle. Auf dem Weg passierte mir dann das kleine Malheur, welches man dann im WDR mehrfacht sehen konnte 🙂 Ich übersah im Schnee einen kleinen Bordstein und machte mich lang, unglücklicherweise direkt vor den Kameras…

Fahrrad in Ordnung, Knochen heile ging es dann in die Halle, wo ein Großteil der nicht Gestarteten bereits wartete. Tolle Räder und eine nasskalte Atmosphäre bestimmten das Bild. Immer wieder ginge verschieden Gerüchte rum, die 100km fallen aus, und alle sollen auf die 60km Runde hieß es zuerst. Damit hätte ich ja noch leben können. Ich saß direkt bei den Photographen, so dass ich immer auf dem neuesten Stand war. Als es dann hieß, dass die Profis nicht fahren werden, war eigentlich schon klar, dass wenn die nicht auf die Strecke gelassen werden, es auch unverantwortlich wäre uns fahren zu lassen. Immer wieder stand ich mit der besseren Hälfte in Kontakt, die mir auch schon berichtete, dass mein Missgeschick mittlerweile in die Republik gesendet worden war.

Nach einer Weile wurde dann die Transponderrückgabe eingerichtet und im Fernsehen auch schon gesagt, dass alles abgeblasen war. Also Transponder abgegeben und so schnell wie möglich nach Hause ins warme Nest. Da kam ich dann auch so gegen 12Uhr einigermaßen durchgefroren an… und durfte mir meinen Abflug direkt nochmal auf Video anschauen, herzlichen Dank WDR!

Meiner Meinung nach war es die richtige Entscheidung abzusagen. Die Bilder aus dem Bergischen waren wirklich so, dass es definitiv zu gefährlich geworden wäre und ich weiss, wenn man den Start freigegeben hätte, wären einige Verrückte, wie wahrscheinlich auch Ich gefahren, insofern war es schon vernünftig, den Fahrern die Entscheidung abzunehmen. Tabat war maßlos enttäuscht, aber ich bin sicher, dass es trotz aller Schwierigkeiten im nächsten Jahr wieder ein Rund um Köln geben wird.

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